Mercedes GLA in China

Jetzt offiziell in China am Markt: Mercedes GLA. Bild: Daimler

Offiziell gelauncht wurde die SUV-Variante der Mercedes A-Klasse am Mittwoch (27. Oktober). Bei den ersten verfügbaren Modellen handelt es sich um den GLA 200 und den GLA 260 mit 1.6-Liter, respektive 2.0-Liter Turbolader-Motoren und Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Während die ersten Modelle noch nach China importiert werden, sollen die Fahrzeuge ab Mitte 2015 lokal in China im Werk der Beijing Benz Automotive Company (BBAC) gebaut werden, einem Joint-Venture zwischen Daimler und der staatlichen Beijing Automotive Industry (BAIC). Das bestätigte Nicholas Speeks, Chef der Beijing Mercedes-Benz Vertriebsorganisation, beim Launch gegenüber der Tageszeitung China Daily. Im Werk bei Peking gehen die Langversion der E-Klasse, der GLK und seit August die lange C-Klasse vom Band. Außerdem werden dort Motoren in großer Stückzahl produziert.

Alleine für die Produktion der Kompaktmodelle haben die Joint-Venture-Partner rund eine Milliarde Euro in das Werk investiert. Noch im Jahr 2015 soll die Produktionskapazität auf über 200.000 Einheiten jährlich verdoppelt werden. Die wird es auch brauchen, wenn die Planung des Stuttgarter Autobauers aufgeht. Mit dem GLA will sich der Hersteller eine neue Zielgruppe jüngerer, Freizeit orientierter Käufer erschließen. Das Interesse an dem Kompakt-SUV sei sehr hoch, heißt es aus China.

Von der Produktionsseite scheint die Rechnung von Daimler bereits aufzugehen, sich durch die lokale Fertigung verstärkt ins Bewusstsein chinesischer Kunden zu schieben. In den ersten neun Monaten des Jahres legte der Mercedes-Absatz um 30,5 Prozent auf 203.483 Fahrzeuge zu, womit der Autobauer schon fast an der Marke des kompletten Jahres 2013 kratzt, als Mercedes 218.000 Autos verkaufte.

Auch die weiteren Zeichen stehen nach Einschätzung von IHS Automotive auf Wachstum. Bis 2020 könnte der Absatz auf über 300.000 Einheiten klettern. Die Marktexperten erwarten dann 11 lokal bei BBAC gefertigte Modelle.

Alleine beim Ziel, den Rückstand auf Audi und BMW entscheidend zu verkürzen, werde sich Daimler schwer tun, denn: Auch wenn Mercedes stramm wächst in China, bei Audi und BMW geht es laut IHS nicht minder stark aufwärts.

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Frank Volk