Daimler Stern breit

Daimlers China-Statthalter Hubertus Troska räumt den Abstand zur schneller wachsenden Konkurrenz ein. - Bild: Daimler

Trotz eines Wachstums von elf Prozent im vergangenen Jahr in China fährt der schwäbische Premiumautobauer Daimler auf dem weltgrößten Automarkt weiter seinen Konkurrenten BMW und Audi hinterher.

Zum Jahresende konnten die Schwaben ihren Absatz noch einmal kräftig kräftig gesteigert. Im Dezember rollten auf dem größten Automarkt der Welt 27 Prozent mehr Fahrzeuge der Pkw-Marke Mercedes-Benz aus den Autohäusern.

Im Gesamtjahr betrug der Zuwachs damit elf Prozent. Der große Konkurrent im Kampf um die Oberklasse-Krone, der bayerische Autobauer BMW, konnte sich mit einem Zuwachs von 19,7 Prozent allerdings deutlich von den Schwaben absetzen.

Oberklasse-Krone geht nicht nach Stuttgart

Mercedes-Benz habe in China letztes Jahr 235.000 Fahrzeuge verkauft, sagte Mercedes-China-Chef Hubertus Troska am Donnerstag zu Reportern. Ohne Hongkong wurden 228.700 Fahrzeuge abgesetzt. Dies sei Anlass zur Zuversicht für das “Jahr des Pferdes”, sagte Troska. Einen Ausblick für 2014 gab das Unternehmen jedoch nicht.

Im Dezember betrug der Absatz 24.478 Autos, von der Kernmarke Mercedes-Benz exklusive Smart wurden 22.800 Autos verkauft, jeweils 27 Prozent mehr. In den Monatszahlen ist Hongkong nicht enthalten.

Im abgelaufenen Jahr habe Daimler 75 neue Verkaufsstellen in China eröffnet, 2014 sollen 100 weitere in 40 chinesischen Städten hinzukommen, in erster Linie in den weniger stark entwickelten Zentren. Derzeit gibt es 337 Mercedes-Autohäuser in dem Land.

2014 wollen die Schwaben weiter aufholen

Mit einem massiven Ausbau ihres Vertriebsnetzes um 100 neue Händler in diesem Jahr sowie der Markteinführung neuer Modelle wollen die Stuttgarter aufholen.

Volumen nicht um jeden Preis

Troska räumte den Abstand zur schneller wachsenden Konkurrenz von BMW und Audi ein. “Ganz klar, da wollen wir nicht drumherum tanzen”, sagte er. “Es gibt eine große Kluft.” Er setze aber zunächst auf Umorganisation und eine bessere Marktpositionierung: “Wir wollen nicht um jeden Preis den Volumen nachjagen.”

Der früher aus zwei konkurrierenden Organisationen bestehende Vertrieb sei inzwischen vereinheitlicht worden. Die Ausbildung werde vorangetrieben. “Wir haben gute Fortschritte gemacht und sind zuversichtlich über die Entwicklung.” Troska dämpfte die Erwartungen für 2014, zeigte sich für die weitere Zukunft aber optimistisch: “2015 wird stärker.”

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Dow Jones Newswires/dpa/Guido Kruschke