Mercedes-C-Klasse-T-Modell

Im ersten Halbjahr 2014 verdiente die Mercedes Car Group durchschnittlich gut 43.000 Euro pro verkauftem Auto. Bild: Daimler

In den letzten 10 Jahren erzielten die Stuttgarter den Spitzengewinn pro verkauftem Fahrzeug im Jahr 2011 mit 3.760 Euro. Das sind immerhin 552 Euro EBIT-Gewinn mehr als im ersten Halbjahr 2014.

Bei einem Absatz von 1,6 Millionen Fahrzeugen ? diese Verkaufszahl wird Mercedes-Smart dieses Jahr übertreffen ? und dem Gewinn pro verkauftem Auto des Jahres 2011 wären das dann mehr als sechs Milliarden Euro EBIT-Gewinn für die Mercedes Car Group. Im Jahr 2013 erzielte der Stuttgarter Autobauer einen EBIT-Gewinn von vier Milliarden Euro. In diesem Jahr dürfte die fünf Milliarden-Euro Marke überschritten werden.

Laut dem Center Automotive Research der Uni Duisburg-Essen, beweisen die Zahlen, dass bei den Schwaben noch Potenzial nach oben vorhanden ist. Die Forscher erwarten weitere EBIT-Steigerungen pro Fahrzeug. Das liege einerseits an neuen ertragreichen Modellen der A-Klasse, wie zum Beispiel der Shooting Brake, andererseits an der ertragreichen, lokalen Produktion der C-Klasse in den USA und China.

Allerdings zeige der Abstand von 552 Euro EBIT-Gewinn pro Fahrzeug zum Jahr 2011, dass es sinnvoll sei, durch weitere Effizienzsteigerungen die Mercedes Car Group weiterzuentwickeln. Die gemeinsame Produktion von A-Klasse und Infiniti-Modellen in Mexiko sei ein Schritt in die richtige Richtung. Denn nur mit internen Einsparungen werde Daimler die Lücke nicht schließen können. Die Kooperation mit Renault-Nissan sei daher notwendig, um bessere Skaleneffekte zu erreichen und somit an die früheren Gewinne pro Fahrzeug anzuknüpfen.

Es bleibe allerdings abzuwarten, ob mit der Erweiterung der Smart-Modellreihe in ForTwo und ForFour und den zu erwartenden Verkaufszahlen dann die EBIT-Gewinne gehalten werden können.

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Gabriel Pankow / Center Automotive Research