Mercedes-C-Klasse-T-Modell

Die Ersatzteilpreise für die Mercedes C-Klasse seien exorbitant hoch, behaupten die chinesischen Kartellbehörden. Bild: Daimler

Die chinesischen Behörden haben bei ihren Vorwürfen gegen Daimler nachgelegt. Mercedes sei nun der Preismanipulation für schuldig befunden worden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf den Leiter der Kartellbehörde in der Provinz Jiangsu.

Würden alle Ersatzteile in einer Mercedes C-Klasse ausgetauscht, könne dies zwölf Mal mehr kosten als ein neuer Wagen, sagte Zhou Gao, Leiter der Kartellbehörde. Er bezeichnete das Vorgehen als typischen Fall eines vertikalen Monopols. Ein Daimler-Sprecher wollte sich am Montag nicht zu dem Fall äußern, den er als einen laufenden Vorgang bezeichnete. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, die chinesischen Behörden bei den Ermittlungen bei Mercedes-Benz unterstützen zu wollen.

Anfang August haben die Kartellbehörden aus Jiangsu und Schanghai Büros der Daimler-Tochter nach Hinweisen über Preismanipulationen durchsucht. Zuvor hatte der Autobauer angekündigt, die Preise von Ersatzteilen im Schnitt um 15 Prozent reduzieren zu wollen. Das Unternehmen reagierte damit auf die Vorwürfe Pekings, zu hohe Preise zu verlangen und damit den Wettbewerb auf dem chinesischen Automarkt zu verzerren.

Ausländische Premiumautobauer wurden von Chinas Staatsmedien beschuldigt, über ihre Marktdominanz exorbitant gut zu verdienen, indem sie die Verkäufe von Ersatzteilen kontrollieren und den Kunden zu viel Geld abknöpfen. In den vergangenen Wochen haben einige Premiumhersteller wie Mercedes-Benz, BMW und die Tata-Motor-Tochter Jaguar Land Rover ihre Preise auf Automodelle oder Ersatzteile in Reaktion auf die Kartelluntersuchungen gesenkt.

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Dow Jones Newswires / gp