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Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht hatte jüngst vor Jobverlusten durch E-Mobilität gewarnt, jetzt will Betriebsrat diesbezüglich eine Versammlung einberufen. Bild: Mercedes-Benz

Für diesen Montag (5. Dezember) hat der Betriebsrat eine Versammlung einberufen. "In der Betriebsversammlung muss das Unternehmen der Mannschaft sagen, wie es sich das Werk Untertürkheim im Jahr 2025 vorstellt und welche Bauteile zukünftig für E-Fahrzeuge aus Untertürkheim kommen", sagte der Betriebsratsvorsitzende des Werks, Wolfgang Nieke, im Vorfeld. "Wenn heute Getriebe, Motoren und Achsen aus Untertürkheim in die Fahrzeugwerke geliefert werden, dann müssen wir in Zukunft Batterien und elektrifizierte Antriebsstränge in die Fahrzeugwerke liefern."

Batterien werden bislang ausschließlich im sächsischen Kamenz gefertigt - die Fertigung soll künftig in das Produktionsnetzwerk weltweit eingebunden werden. Daimler hatte im vergangenen Jahr eine Neuausrichtung des Traditionsstandorts angekündigt. Das Motorenwerk bei Stuttgart soll zum Standort für CO2-effiziente Technologien wie Hybrid-Motoren umgebaut werden. Dafür nimmt der Konzern mehrere Milliarden Euro in die Hand, erwartet aber auch eine Kostensenkung im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Zuletzt arbeiteten in Untertürkheim rund 19 000 Mitarbeiter.

Daimler Betriebsratschef Michael Brecht hatte jüngst vor Jobverlusten durch den Wandel hin zu E-Mobilität gewarnt. Das erste Modell der Marke EQ soll 2019 in Bremen vom Band laufen.