Audi A8 Langversion

Platzhirsch: Audi erfreut sich anhaltender Beliebtheit bei den chinesischen Kunden. Bild: Audi

Seit Jahresbeginn kauften fast 269.000 Kunden im Reich der Mitte einen neuen Audi. Die Konkurrenz aus Stuttgart kündigte bereits an, dass sie am chinesischen Markt weiter angreifen will. Im ersten Halbjahr konnte Mercedes immerhin knapp 136.000 Einheiten absetzen. Die neue C-Klasse, die im September auf den chinesischen Markt kommt, könnte der Marke mit dem Stern noch einen weiteren Schub nach vorne versetzen. Der BMW-Absatz auf dem chinesischen Festland stieg im ersten Halbjahr um 23,1 Prozent auf 225.035 Einheiten.

Doch neben den deutschen Herstellern wollen auch die amerikanische Hersteller was vom Premium-Kuchen in China abhaben. So will beispielsweise General Motors seine Nobelmarke Cadillac im Reich der Mitte weiter etablieren. Verglichen mit Audi ist Cadillac noch eine kleine Nummer. Nur 33.760 chinesische Käufer konnten sich für ein Modell der Marke begeistern. Immerhin können die Amerikaner starke Wachstumszahlen vorweisen. Um gut 72 Prozent legten die Cadillac Verkäufe gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Die Experten von IHS gehen davon aus, dass Cadillac 63.000 Einheiten bis Ende 2014 in China verkaufen wird.

Das starke Wachstum der amerikanischen Nobelmarke könnte bald einen weiteren Schub erhalten. Cadillac wird nämlich bald Modelle direkt vor Ort in China produzieren lassen. Dadurch soll 2020 ein Marktanteil von zehn Prozent in China erreicht werden.

Bereits 2013 hat der Bau des chinesischen Cadillac Werks begonnen. Gut 1,3 Milliarden US-Dollar investierte GM in die Anlage. 160.000 Fahrzeuge sollen dort einmal Jahr für Jahr vom Band laufen. Der Produktionsstart des Cadillac Topsellers SRX wird erst für Mitte 2016 erwartet. Schon dieses Jahr beginnt die lokale Fertigung des ATS in China. IHS geht von 14.300 verkauften Einheiten im Jahre 2015 aus.

Cadillac ATS

Noch in diesem Jahr startet Cadillac die Produktion des ATS in China. Bild: Cadillac

Die Experten von IHS gehen davon aus, dass Cadillac im Jahre 2020 knapp 96.000 seiner Modelle unter das chinesische Volk bringen wird. Zum Vergleich: Für Branchenprimus Audi sagen die Analysten 700.000 verkaufte Einheiten im Jahre 2020 voraus.

Auch Ford will seine Premiummarke Lincoln am so wichtigen chinesischen Markt positionieren. Lincoln wird ab 2016 fünf Modelle nach China exportieren. Im Moment arbeitet der Autobauer noch daran ein Händlernetzwerk aufzubauen.

In China sind die Aussichten für die Pkw-Hersteller trotz abflauenden Wirtschaftswachstums glänzend. In der Oberklasse erwarten Experten sogar noch mehr Tempo als im Massensegment. China gilt deshalb als Schlüsselmarkt im Kampf um die Spitzenposition im Premiumsegment.

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Gabriel Pankow/IHS