Mercedes G-Klasse

Die G-Klasse bietet mit ihrem eigenwilligen Design und ihrer Geländetauglichkeit eine Art Gegenentwurf zu vielen aktuellen Premium-SUVs. Bild: Daimler

Die Änderungen sollen demnach so weitreichend sein, dass im Grunde ein neues Modell entsteht, so ein Bericht der Autocar. Die größten technischen Änderungen sollen eine größere Spur und Breite sein, um so die Stabilität zu verbessern. Hinzu komme eine neu gestaltete vordere Radaufhängung. Durch die größere Spurbreite soll sich auch das Volumen des Innenraums erhöhen. Der Plan sieht demnach vor, in erster Linie Aluminium zu verwenden, um das Gewicht idealerweise um 200 kg zu senken, außerdem soll der Antriebsstrang modernisiert werden.

Allerdings sei Daimler auch sehr daran gelegen, den Charakter und das Design des aktuellen kantigen Kult-Offroaders beizubehalten. “Wir müssen vorsichtig sein mit unserem Erbe. Wir bieten hier etwas ganz Besonderes. Das letzte Jahr – das 34. – war das beste überhaupt für die G-Klasse. Sie ist wunderbar und eines unserer Idole?, sagte Andreas Zygan, Leiter des Mercedes-Benz Sport Utility Vehicle (SUV-) Programms.

Die Beliebtheit der G-Klasse hat in den letzten Jahren aufgrund ihrer Stabilität und Gebrauchstauglichkeit zugenommen. Auch bietet die G-Klasse so etwas wie einen Gegenentwurf zu einer ganzen Reihe von raffinierten, stromlinienförmigen und eleganten Premium-SUVs, die den Markt derzeit füllen. Die Geländetauglichkeit, die hohe nutzbare Anhängelast und der ganz eigene Charme der G-Klasse hat zu einem Rekordumsatz im Jahr 2013 beigetragen, in dem fast 10.000 Wagen verkauft wurden, so die Analysten von IHS Automotive. Mercedes-Benz steht vor einem ähnlichen Dilemma wie das, das der Land Rover beim Ersatz des Defenders hat. Letzterer ist ebenfalls eine Motorenikone, die wichtig für die Entstehung der Land Rover Markenwerte war. Das Zögern des Unternehmens, den Defender zu ersetzen, zeigt, wie wichtig er für das Image und das Ansehen des Unternehmens ist, obwohl es relativ wenig Käufer in diesem Bereich gibt.

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IHS / Marina Reindl / Andreas Karius