Angela Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert von General Motors Klarheit zu Opel. - Bild: Hammes/CDU

Gerüchte über einen möglichen Verkauf, die die Opel-Beschäftigten verunsicherten, sollten bald aus der Welt kommen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin.

Merkel habe großes Verständnis für die Lage der Opel-Belegschaft, die sehr gute Arbeit leiste und bei der Sanierung vorankomme. Offiziell gibt es nach Angaben von Seibert keine Kontakte zu GM. Der Opel-Betriebsrat habe die Kanzlerin aber in einem Brief über die Verkaufsspekulationen unterrichtet. Auch das Wirtschaftsministerium ist mit Opel in Verbindung.

Auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) verlangte gestern von General Motors umgehend Auskunft über die Gerüchte eines Verkaufs von Opel.

“Im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch der Kunden muss die Geschäftsführung schnellstens Klarheit schaffen”, teilte Beck gemeinsam mit Grünen-Wirtschaftsministerin Eveline Lemke am Donnerstag in Mainz mit. Die Mitarbeiter, ihre Familien, aber auch Kunden seien verunsichert. “Sie dürfen über einen so weitreichenden Schritt nicht im Unklaren gelassen werden.? Der Autobauer hat auch ein Werk in Kaiserslautern.

Die Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) Beatrix Brodkorb sagte, das Ministerium habe zwar mit Opel gesprochen. “Aber mit GM gab es keinen Kontakt, von dem ich wüsste”, sagte Brodkorb.

Medienberichten zufolge erwägt General Motors (GM) nun doch wieder einen Verkauf der Rüsselsheimer Tochter. In der GM-Zentrale mehrten sich aktuell massiv die Zweifel an der Überlebensfähigkeit des Unternehmens, schreibt die “Auto Bild” in ihrer am Freitag erscheinenden Ausgabe unter Berufung auf namentlich nicht genannte Insider aus Detroit. Auch das Magazin “Spiegel” berichtet von einem möglicherweise bevorstehenden Verkauf. Als Käufer kommen laut den Berichten Interessenten aus China sowie Europas größter Autobauer Volkswagen in Frage.

dpa-AFX/Guido Kruschke