Michelin

Beim Reifenhersteller Michelin werden künftig 80 bis 85 Prozent des Zuwachses aus Asien und Südamerika kommen. - Bild: Michelin

“Rund 80 bis 85 Prozent des Zuwachses wird aus Asien und Südamerika kommen”, sagte Michelin-Chef Jean-Dominique Senard der “Financial Times” (Mittwochausgabe). Der Continental-Rivale will bis 2020 den Umsatz jährlich um vier bis fünf Prozent steigern. Wachsen will Michelin auch über Zukäufe.

“Wir haben ein Niveau bei der Verschuldung erreicht, das niedrigste in unserer Firmengeschichte, welches Michelin erlaubt, sich opportunistisch zu bewegen”, sagte Senard. Dabei blickt der Manager insbesondere nach China. “In China gibt es immer noch eine enorm hohe Anzahl von Wettbewerbern. Dort wird sich etwas bewegen und wir werden nicht nur beobachten”, sagte der Michelin-Chef. Michelin sei sehr präsent und könne handeln, wenn nötig.

Europa-Krise macht Michelin weiter zu schaffen

Die Absatzkrise vieler Autobauer in Europa bekommt auch Michelin deutlich zu spüren. Für das laufende Jahr erwartet der Continental-Konkurrent für den europäischen Markt kein Wachstum mehr. Lediglich ein “stabiles” Verkaufsvolumen und einen “stabilen” operativen Gewinn prognostizierte der größte Reifenhersteller Europas am Dienstag für das neue Geschäftsjahr. Bereits 2012 hatte das schwache Geschäft in Europa das Umsatzwachstum gebremst. Dank der starken Nachfrage außerhalb Europas legte der Umsatz zwar um 3,6 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro zu. Ein großer Teil des Anstiegs geht jedoch auf positive Wechselkurseffekte und höhere Preise zurück.

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dpa/Guido Kruschke