Shigehisa Takada

Der Druck auf den Airbag-Hersteller Takata wächst nicht nur in den USA, sondern auch im eigenen Land. Im Bild Takata-CEO Shigehisa Takada. – Bild: Takata

Sollten entsprechende Rückrufe in den USA von Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit auf das ganze Land ausgeweitet werden, werda auch Japan Takata dazu auffordern, etwa 200.000 weitere Fahrzeuge im Land zurückrufen, um Fahrerairbags zu reparieren. Das sagte Transportminister Akihiro Ohta der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge.

“Wir müssen das so schnell wie möglich lösen und angemessen handeln”, sagte Ohta demnach in Tokyo. “Der gute Ruf, den japanische Hersteller genießen, könnte erschüttert werden.”

Die Ankündigungen sind die bislang schärfsten von Seiten der japanischen Regierung und zeigen, dass die Behörden das Krisenpotenzial der Affäre, die mit fünf Toten in Verbindung gebracht wird, als sehr hoch einstufen.

“Der Automobilsektor ist das Herz der japanischen Herstellung, man muss diesen hart erarbeiteten Ruf schützen”, sagte Satoshi Yuzaki, General Manager bei Takagi Securities in Tokyo. “Vor allem Takatas langsame Reaktion schadet.”

Die USA hatten Takata und verschiedene Autohersteller zuvor aufgefordert, die Rückrufe bis 2. Dezember auf das ganze Land auszuweiten, nachdem die Rückrufe zuvor auf Gebiete mit hoher Luftfeuchtigkeit beschränkt gewesen waren.

“Das größte Fragezeichen ist, dass niemand genau weiß, wie viele Fahrzeuge noch zurückgerufen werden müssen, und deshalb weiß niemand, wie hoch letztlich der finanzielle Schaden sein wird”, sagte Koji Endo, Analyst bei Advanced Research Japan. “Fast jede Woche haben wir weltweit 100.000 oder 50.000 weitere zurückgerufene Fahrzeuge.”

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Andreas Karius