Opel Eisenach

Die Landespolitik sieht das Opel-Werk in Eisenach mit der Produktion von zwei Kleinwagen-Modellen vorerst gesichert. - Bild: Opel

Für die Zeit nach 2016 erwarte er jedoch Zusagen und Konzepte vom Opel-Mutterkonzern General Motors, die die Zukunft des Thüringer Standorts und der Arbeitsplätze gewährleisten, sagte Machnig der Nachrichtenagentur dpa. “Wenn Opel ein Massenhersteller bleiben will, muss GM etwas tun, damit Opel auf Wachstumsmärkten stärker präsent ist. Russland kann dabei nur ein erster Schritt sein.”

In Eisenach startet an diesem Donnerstag offiziell die Serienfertigung des neuen Opel-Stadtautos Adam, mit dem der unter Überkapazitäten leidende Autobauer neue, jüngere Käuferschichten ansprechen will.

Zum Serienstart wird neben Opel-Interimschef Thomas Sedran auch GM-Vize Steve Girsky erwartet. Bisher ist das Thüringer Opel-Werk eine reine Corsa-Fabrik, die seit Jahren nicht vollständig ausgelastet ist.

Eisenach hat gute Chancen

Seit Anfang Januar arbeiten die rund 1.600 Beschäftigten als Reaktion auf den dramatischen Absatzeinbruch in Europa nur noch im Zwei-Schicht-Betrieb. Die Nachtschicht in Opels jüngstem deutschen Werk wurde gestrichen. “Nach wie vor gilt jedoch, dass das Werk der produktivste Standort im Opel-Verbund ist. Damit hat Eisenach gute Chancen”, sagte Machnig.

Derzeit wird zwischen Opel-Management und Betriebsräten über einen “Deutschland-Plan” verhandelt, der den Autobauer stabilisieren und aus den roten Zahlen bringen soll. Opel hatte Ende 2012 angekündigt, die Autofertigung im Opel-Werk Bochum 2016 einzustellen.

“Für Opel Eisenach haben wir bis 2016 die Zusage, dass zwei Modelle produziert werden. Damit sind die bestehenden Arbeitsplätze gesichert”, sagte Machnig. Er verwies darauf, dass das Land Investitionen in der Opel Eisenach GmbH für die Serienproduktion des Adam mit öffentlichen Geldern unterstützt hat. “Thüringen hat 20 Millionen Euro an Fördermitteln zugeschossen.” Auch damit begründe er die Erwartung, dass die Autofabrik über 2016 hinaus ausreichend ausgelastet werde. “Es muss bei zwei Modellen in Eisenach bleiben.”

Hohe Investitionen in die Adam-Produktion

Mit dem Adam erhält Eisenach erstmals ein Auto, für das das Thüringer Opel-Werk die exklusiven Produktionsrechte hat. “Das ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal in schwierigen Zeiten”, sagte Machnig. Opel hat in die neue Fertigung in Eisenach nach eigenen Angaben rund 190 Millionen Euro investiert. Der Corsa wird im spanischen Saragossa sowie in Eisenach gebaut.

2013 wird nach Einschätzung des Ministers ein schwieriges Jahr für die Thüringer Autobranche, die mit etwa 50.000 Beschäftigten für einen Umsatz von mehr als sieben Milliarden Euro stehe. “Probleme haben alle, deren Absatz auf Europa konzentriert ist.” Umso wichtiger sei es, dass Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld verlängert wurden. “Das hilft, Menschen trotz Absatzflaute in Beschäftigung zu halten.”

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dpa/Guido Kruschke