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Dreijahresplan zielt auf 30-prozentige Erhöhung von Verkauf und Umsatz. Bild: Mitsubishi

| von Jennifer Kallweit

Mitsubishi hat auf der Tokio Motorshow 2017 seinen Fahrplan für die nächsten drei Jahre vorgestellt. Mit „Drive for Growth“ will der japanische Autohersteller seinen Umsatz und Absatz um 30 Prozent erhöhen und will eine operative Gewinnmarge von mindestens 6 Prozent einfahren. Helfen soll dabei eine Investition von 5,2 Milliarden US-Dollar, die der Hersteller in die Entwicklung neuer Modelle und den Ausbau seiner Werke stecken will. 

Auf der Produktseite plant Mitsubishi elf neue Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, unter denen auch sechs komplett neue Modelle sein sollen. Das schließt sowohl den Van Xpander als auch das Kompakt-SUV Eclipse Cross mit ein. Der japanische Hersteller fokussiert sich zudem zunehmend auf die Segmente Allrad-Antrieb, SUV und elektrische Plugin-Hybride. Mitsubishi glaubt, dass die fünf Topmodelle aus diesen drei Segmenten etwa 70 Prozent des globalen Unternehmensumsatzes ausmachen werden. Im Bereich alternative Antriebe kündigte Mitsubishi an, seine Kernmodelle einschließlich des Miniautos Kei ab 2020 elektrifiziert anzubieten.

Stärkung der Kernmärkte

Der japanische Autohersteller will die Expansion in seinen Kernmärkten ASEAN, USA, China und Japan vorantreiben. Den Löwenanteil dürfte dabei die ASEAN-Region ausmachen, zu der auch Singapur und Malaysia gehören. Hier planen die Japaner bis 2019/20 jährlich einen Autoabsatz von 310.000 Einheiten zu erzielen – derzeit sind es 206.000 Fahrzeuge jährlich. In China will Mitsubishi seinen Absatz auf 220.000 Einheiten verdoppeln. Und in den USA will das Unternehmen um 30 Prozent auf 130.000 Einheiten anziehen. Im Heimatland Japan will Mitsubishi mit weiteren Investitionen ins Vertriebsnetz am Ende der drei Jahre wieder in die Gewinnzone zurückrutschen. 

Der jetzt vorgestellte Plan ist der erste von Mitsubishi seit Nissan im letzten Jahr 34 Prozent der Anteile an dem Autobauer erworben hat. Der vom Abgas-Skandal gebeutelte Autobauer musste sowohl einen starken Umsatzeinbruch in Kauf nehmen als auch für Strafen und Ausgaben für Qualitätsmaßnahmen tief in die Tasche greifen. Allerdings verzeichnete das Unternehmen laut IHS Markit eine V-förmige Erholung in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2016/17. Ein Trend, der mit der jüngsten Mittelfristplanung fortgesetzt werden soll.