Forum 2013 Jens Monsees

Jens Monsees: "Auch bei Service und Kauf gehen Europäer zuerst ins Internet: Ganze 90 Prozent suchen so nach dem richtigen Auto." - Bild: Tobias Bugala

94 Prozent der potenziellen Autokäufer nutzen das Internet zum Kaufprozess. Eine große Chance für Automobilhersteller – die bis jetzt ungenutzt bleibt.

Die digitale Revolution ist unglaublich dynamisch. Allein 250 Suchanfragen zum Thema Automobil gehen in Deutschland pro Sekunde bei Google ein. Jens Monsees, Industry Leader von Automotive Google Germany: „Die digitale Revolution hat viele Implikationen für die Automobilindustrie. Die Aufgabe ist es, sich mit den neuen Herausforderungen auseinanderzusetzen.“

Mit Google lassen sich Trends einfach und aktuell ablesen: “Stellen Sie sich vor, dass sie aktuell herauslesen können was die Kunden gestern, heute oder morgen wollen”, sagt Monsees. Dabei wird nicht nur von zuhause gesucht, sondern auch zunehmend mobil. Die Ansprüche sind dabei immer verschieden. Deswegen ist es wichtig alle, Screens – wie Tablet, Smartphone, TV oder Print – unterschiedlich zu beliefern. Allein Mercedes arbeitet in den letzten Jahren an einer jungen mobilen Präsenz.

Google kennt die Trends

Auch bei Service und Kauf gehen Europäer zuerst ins Internet: Ganze 90 Prozent suchen so nach dem richtigen Auto. Dabei besuchen sie durchschnittlich 18 Websites, bevor sie sich zum Kauf entscheiden. Zum Vergleich: Bei Reisen werden nur zehn Seiten vor der Buchung besucht.

Doch hier darf es nicht aufhören. Nach der Suche nach einem nahen Autohändler, sollten Angebotsanfragen innerhalb einer Stunde digital beantwortet sein. „Das ist in den USA bereits Standard“, erklärt Monsees. Und das aus gutem Grund: Dank dem sogenannten “Customer Relation Management” (CRM) kaufen Kunden sieben Mal häufiger beim kontaktierten Händler. In der deutschen Automobilindustrie ist das noch Zukunftsmusik.

Felicitas Heimann