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Nachdem das Verwaltungsgericht im September entschieden hatte, dass der Entzug des Passes bei einem Anhänger der Salafisten-Szene rechtens war, kündigte VW dem Mann. Nun geht der Fall vor Gericht. Bild: ks

Wie die "Braunschweiger Zeitung" (Dienstag, 13. Dezember) berichtete, handelt es sich bei dem Kläger um einen Mann aus der Wolfsburger Salafisten-Szene, der Ende 2014 nach Syrien ausreisen wollte und dem deswegen der Reisepass entzogen wurde.

Nachdem das Verwaltungsgericht im September entschieden hatte, dass der Entzug des Passes rechtens war, kündigte VW dem Mann. Eine Entscheidung über die Klage sei frühestens am 13. Februar zu erwarten, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag.

Erst am Montag hatte das Arbeitsgericht über einen ähnlichen Fall entschieden. Ein Mitarbeiter von Salzgitter Flachstahl war entlassen worden, weil auch er einen islamistischen Hintergrund haben soll und mit seinen Ansichten den Betriebsfrieden gestört haben soll. Das Gericht entschied, dass die Kündigung unwirksam sei. Das Unternehmen hat nun einen Monat Zeit, Berufung gegen die Entscheidung einzulegen.