Daimler Chef Dieter Zetsche

Blickt nach Prachtjahr 2015 auf zuversichtlich auf die Entwicklung in diesem Jahr: Daimler-Chef Dieter Zetsche. Bild: Daimler

Dass der Stuttgarter Autokonzern hervorragende Zahlen für 2015 vorstellen würde, hatte sich im Vorfeld hinreichend herum gesprochen. Entsprechend gut war die Stimmung bei der Bilanz-PK. Gab ja auch allen Grund: +15 Prozent beim Konzernumsatz auf 149,5 Milliarden Euros, das Konzern-EBIT deutlich auf 13,5 Milliarden gesteigert und im Parallelflug das Konzernergebnis von 7,3 Milliarden Euro im Vorjahr auf 8,9 Milliarden jetzt. Weil es gar so gut läuft, spendiert der Autobauer seinen Aktionären eine Rekorddividende von 3,25 Euro je Aktie.

Ein Problem hat der Konzern aber: weil es 2015 so überragend lief, gibt es in Finanzkreisen Zweifel, ob sich das im laufenden Jahr toppen lässt, weshalb der Kurs der Daimler-Aktie in Relation zum Ergebnis schwach ist. Hier hatte Dieter Zetsche eine gute Nachricht parat: “Alles deutet darauf hin, dass 2016 ein weiteres gutes Jahr für Daimler wird”. Speziell bei Mercedes-Benz Cars werde man den Absatz von 2,001 Millionen Fahrzeugen im vergangenen “deutlich” steigern, entsprechend peile man einen neuen Rekord an. Die Basis hierfür bilde das junge, attraktive Modellportfolio mit der E-Klasse vorneweg.

Ebenfalls deutliches Wachstum erwartet der Autobauer bei der Kleinwagenmarke Smart.

Aud regionaler Sicht erwarte man weiter kräftige Wachstumsimpulse aus Asien und speziell China. Logisch: Nach dem satten Plus von 41 Prozent im Jahr 2015, werde der Zuwachs dort in diesem Jahr moderater ausfallen.

Dennoch werde man weiter zulegen. Die Hoffnungen gründen auf einem inzwischen dichten Händlernetz von 500 Betrieben und auf die lokal weiter ausgebauten Produktionskapazitäten.

Lediglich im Truckbereich gibt sich Daimler bescheiden und belässt es im Absatz-Ausblick bei einem “auf Vorjahresniveau”. Für Verunsicherung sorgt hier vor allem die schwierige Lage in Brasilien. Auch 2016 dürften die Auslieferungen weiter nach unten gehen. Daimler Trucks will der Schwäche in Brasilien aber offensiv begegnen und kündigt bis 2018 Investitionen in Größenordnung von 500 Millionen Euro an.

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Frank Volk