Nach den Emissionsmanipulationen will die US-Umweltbehörde nun auch Praxistests bei der Kontrolle

Nach den Emissionsmanipulationen will die US-Umweltbehörde nun auch Praxistests bei der Kontrolle von Abgaswerten einführen. Bild: EPA

Über die geplante Überarbeitung des Prozederes zur Überwachung der Abgasnormen informierte die EPA, in den USA oberstes Kontrollgremium in Umweltangelegenheiten, am Freitag, 25. September, die Autohersteller auf der Website. Demnach kann die Behörde von den Herstellern jedes Fahrzeug zum Test einfordern. Diese Tests sollen künftig auch auf der Straße unter normalen Fahrbedingungen stattfinden.

Das aktuelle Verfahren der EPA sieht keine solchen Tests vor. Bislang wurde ausschließlich am grünen Tisch geprüft, nur ab und an wurden die Angaben stichprobenartig kontrolliert. Diese Stichproben fanden dann aber in der Regel in einem kontrollierten Testumfeld statt, in dem die von Volkswagen installierte Steuerungssoftware nicht auffällig wurde. Die Manipulation war letztlich erst aufgeflogen, nachdem eine kleine Organisation einen Praxistest durchführte, der eklatante Abweichungen zum Normwert hervor brachte.

Seit mindestens 2008 hat Volkswagen diese Software in etlichen Dieselmodellen miz 1.6 und 2.0 Liter-Motoren verwendet, in den USA sind fast eine halbe Millionen Fahrzeuge und weltweit bis zu 11 Millionen betroffen, davon 2,8 Millionen in Deutschland.

Auch in Deutschland fordern Verbraucherverbände seit langem realitätsnähere Tests, etwa zu Verbrauchsangaben von Fahrzeugen. Ab wann die EPA die Praxisteste einführt und wie das Prozedere exakt abläuft, ist noch nicht bekannt.

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fv