Audi Q5 breit

Das "Q" gehört erst einmal Audi, so hat es ein Hamburger Gericht entschieden. - Bild: Audi

Die für Markenfragen zuständige Zivilkammer am Landgericht Hamburg habe Qoros die Verwendung des Kürzels “Q” für eine Limousine untersagt, berichtet die “Welt” (Montag).

Ein Audi-Sprecher bestätigte am Sonntag, dass gegen Qoros eine einstweilige Verfügung beantragt und auch erlassen wurde. Zum Inhalt äußerte er sich aber nicht.

Das “Q” geht erst einmal an Audi

Qoros gibt sich trotz der Niederlage vor Gericht selbstbewusst. Man habe schon länger mit einem solchen Vorgehen gerechnet und werde Gegenmaßnahmen ergreifen. Dass sich der chinesische Hersteller in Genf mit einem Auto, das unter anderem von einem etablierten europäischen Hersteller wie Magna Steyr mitentwickelt wurde, präsentiert, kann bei Audi und Co. nicht auf Begeisterung stoßen.

Laut “Welt” will Quoros in diesem Jahr erstmals Modelle aus eigener Produktion auf den Markt bringen. Die Weltpremiere der ersten Limousine ist Anfang März auf dem Genfer Autosalon, der ersten großen Automesse des Jahres in Europa, geplant. Das Auto sollte den Namen GQ3 bekommen. Dies hat Audi nun im ersten Anlauf verhindert.

Qoros zeigt sich von Audis Klage überrascht

Von der Audi-Attacke so kurz vor dem wichtigen Termin in Genf wurde man in Shanghai überrumpelt. “Wir haben den Namen GQ3 beim Europäischen Markenamt angemeldet und darüber auch Audi informiert”, sagt ein Sprecher. “Seitens Audi kamen keine Einwände. Insofern sind wir von der Klage überrascht.”

Hinnehmen werde man die einstweilige Verfügung des Landgerichts nicht. “Wir werden die Entscheidung anfechten, und dafür haben wir gute Argumente”, so der Sprecher.

Bis ein aus dem Namensstreit entstehendes Verfahren allerdings entschieden ist, können Monate vergehen. Der GQ3, der so nicht heißen darf, soll dann längst auf den Straßen Chinas rollen.

Die sogenannten SUV-Modelle von Audi, die das “Q” als Namen tragen, sind eine der erfolgreichsten Produktreihen im VW-Konzern.

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dpa/Welt/Guido Kruschke