Nürburgring Luftaufnahme Bild: Wikipedia

Weil Medien über angebliche Finanzprobleme seiner Firma berichtet hatten, droht der Verkauf des Nürburgsrings zu scheitern – so zumindest die Begründung des Capricorn-Chefs Robertino Wild. – Bild: Wikipedia

Hintergrund ist, dass Capricorn-Chef Robertino Wild seine Anteile an der Besitzgesellschaft Capricorn Nürburgring GmbH (CNG) an einen Treuhänder übertragen hat, wie die Ring-Sanierer am Montag bestätigten. Das hatte zuvor die “Rhein-Zeitung” berichtet. Im schlimmsten Fall könnte eine neue Ausschreibung des Rings nötig werden – und falls dann binnen Monaten kein neuer Käufer gefunden wird, könnten die Lichter sogar ganz ausgehen in der Eifel.

Das Blatt schrieb, Wild sei “offenbar in finanziellen Schwierigkeiten”. Dazu nahmen die Sanierer keine Stellung. Der Unternehmer sagte der dpa, die Situation sei vor allem deshalb entstanden, weil Medien mehrfach über angebliche Finanzprobleme seiner Firma berichtet hätten. “Das führt dazu, dass Partner, mit denen man jahrelang zusammengearbeitet hat, nervös werden.” Letztlich seien deswegen hohe Kreditvolumina bei Hausbanken verloren gegangen.

Auch die politischen Diskussionen zum Ring seien belastend gewesen, sagte Wild. Er habe aber nach wie vor die Absicht, den Kaufvertrag zu erfüllen und Ende Oktober die fällige Rate zu zahlen. “Die Situation ist schwierig, aber nicht aussichtslos.” Sollte das allerdings nicht gelingen, könne es auch große Schwierigkeiten für Capricorn selbst geben.

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dpa/ks