SGL Carbon 2020 Bonn

Michael Winter, Projektleiter der Erweiterung des SGL Carbon-Standorts Bonn, dankt den Mitarbeitern für die Zusammenarbeit bei der Modernisierung des Standorts. Bild: SGL Carbon

| von Jonas Rosenberger

In den vergangenen drei Jahren hat SGL Carbon aus Wiesbaden rund 25 Millionen Euro in die Modernisierung und Erweiterung der Fertigungskapazitäten für Automobilkomponenten aus Spezialgraphit am Standort Bonn investiert. Dabei wurden zum Teil neue Produktionsanlagen installiert und ein modernisierter Produktionsaufbau umgesetzt. Der Ausbau wurde Ende 2019 abgeschlossen, die Feier dazu und die gleichzeitige Einweihung der neuen Produktionshalle mit ihren 2.000 Quadratmetern erfolgte jetzt. In ihr soll künftig die Komponentenproduktion stattfinden.

Wie SGL Carbon mitteilt, ist die kontinuierlich steigende Nachfrage nach weiterentwickelten Lösungen und Produkten aus Graphit der Grund für den Ausbau in Bonn. Der Werkstoff biete sich für viele verschiedene Anwendungsfälle im Automobil an, etwa für Rotoren und Trennschieber in Vakuumpumpen für Bremskraftverstärker, Gleitlager fürs Abgasmanagement, sowie Gleitringe und -lager für Dichtungen in Kühlmittelpumpen.

„Automobilkomponenten aus Spezialgraphit etablieren sich in vielen verschiedenen Anwendungen der Automobilindustrie zunehmend als Standard. Sie ersetzen aufgrund ihrer vorteilhaften Eigenschaften immer häufiger die bislang in Pumpen und Dichtungen eingesetzten Materialien wie Kunststoff und Metall“, sagte Burkhard Straube, Sprecher des Bereichsvorstands Graphite Materials & Systems bei SGL Carbon.