Angriff auf Tesla: Unter dem Dach der Wanxiang-Gruppe soll Fisker zum großen Player in der

Angriff auf Tesla: Unter dem Dach der Wanxiang-Gruppe soll Fisker zum großen Player in der E-Mobilität aufsteigen. Bild: Fisker

Klare Worte im ersten Interview seit die Lu gehörende Wanxiang-Gruppe Ende Februar im Bieterverfahren um Fisker durchgesetzt hatte. Am Firmensitz von Chinas größtem Autoteile-Produzenten in Hangzhou sprach der 69-jährige Firmenpatriarch erstmals über seine Pläne mit dem Pleite gegangenen US-Luxusautobauer. Demnach will Lu auf Basis des bereits entwickelten Fisker Karma ES möglichst rasch eine Elektro-Autoproduktion in den USA aufbauen und später dann auch in China. In dem Interview ließ Lu keine Zweifel daran, dass er sich als erster Herausforderer von Tesla sieht. Zur Unterstreichung seiner Ambitionen griff der 69-Jährige, der den Grundstock seines Vermögens mit dem Handel von Traktor-Teilen während der Kulturrevolution machte, zu ungewöhnlicher Rhetorik. So wird Lu mit den Sätzen zitiert, dass er “jeden Cent”, den er mit seiner Firmengruppe Wanxiang verdiene, in den Bau von Elektroautos stecken werde: “Ich werde Cash verbrennen bis der Erfolg da ist oder bis Wangxiang unter geht.”

Abseits der Rhetorik zweifeln Analysten daran, ob Fisker unter dem Dach von Wanxiang zur Erfolgsstory werden wird. Zwar hat sich das Unternehmen im Jahr 2012 mit dem kurz zuvor Konkurs gegangenen Batteriehersteller A123 Systems Ladekompetenz eingekauft, andererseits ist fraglich, ob der Fisker Karma ES wirklich eine gute Basis für den Einstieg ins E-Auto-Geschäft darstellt. So hat das über 100.000 Dollar teure Luxus-Coupé zwar viele Designpreise eingeheimst, aber mindestens ebenso viel Kritik für die eingesetzte Technologie. Trotz Unterstützung aus Hollywoods Promi-Kreisen floppte der Karma und war letztlich einer der Hauptgründe dafür, dass das Unternehmen Ende 2013 Konkurs anmelden musste.

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Frank Volk