Great Wall H6 breit

Der Haval H6 ist derzeit der meistverkaufte SUV in China. Die Geländegänger boomen zwar weiter, durch die Vielzahl der Anbieter geraten aber die Preise unter Druck. Bild: Great WallWall

Die Marktexperten von IHS sehen die Ursache für die nachgebenen Durchschnittspreise von lokal in China gefertigten Autos im schärfer werdenden Wettbewerb bei gleichzeitig schwächerem Wachstum im wichtigsten Automarkt der Welt begründet. Festmachen lässt sich das am Beispiel der SUV. Der Markt mit den Geländegängern boomt quer durch alle Segmente. Die Wachstumsraten liegen im ersten Quartal zwischen 26,4 Prozent bei den größeren SUV im D-Segmenet über 36 Prozent Zuwachs im C-Segment bis 41 Prozent im B-Segment mit plus 41 Prozent. Angeführt werden die Verkaufscharts bei den SUV vom Hover H6 vor dem VW Tiguan, Honda CR-V, Hyundai ix35, Kia Sportage und Ford Kuga.

Die Zuwachsraten sind aber nicht gleichbedeutend mit leichten Gewinnen für die Hersteller. In den vergangenen Monaten fluteten die Hersteller den Markt mit Geländegängern, auch immer mehr chinesische Hersteller wollen hier ein Stück vom Wachstumskuchen. Folge: im D-Segment sind 37 Hersteller mit SUV-Modellen am Start, im C-Segment sind es 36. Daraus resultiert ein scharfer Wettbewerb, der klar auf die Preise durchschlägt: So waren nach Zahlen der staatlichen Regulierungsbehörde NDRC SUV in diesem April um durchschnittlich 1,8 Prozent billiger als im selben Monat des Vorjahres.

Nicht betroffenen von dem Preisrutsch sind Importfahrzeuge. Die in der Regel im Premium- und Luxusbereich angesiedelten Importautos legten um 4,1 Prozent (Limousinen) beziehungsweise 4,3 Prozent (SUV) zu. Über den reinen Wettbewerbsdruck hinaus registrieren die IHS-Experten deutlich gestiegene Ansprüche bei den chinesischen Neuwagenkäufern. Vor diesem Hintergund gewinne auf bestimmte Zielgruppen zugeschnittens Marketing an Bedeutung.

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Frank Volk