Nio ES8

Im Juni hatte Nio knapp 5.000 Fahrzeuge seines SUV ES8 in die Werkstätten zurückrufen müssen. Bild: Nio

| von Andreas Karius

Laut Unternehmensangaben hat der Autohersteller im Juli 837 Fahrzeuge ausgeliefert, darunter 673 SUVs vom Typ ES6 und 164 SUVs vom Typ ES8. Insgesamt hat der Hersteller damit seit Jahresbeginn 8.379 Einheiten ausgeliefert. "Unsere Lieferungen im Juli wurden durch mehrere Faktoren negativ beeinflusst. Im Juli haben wir unseren freiwilligen Batterie-Rückruf für 4.803 ES8 abgeschlossen. Im Laufe des Monats haben wir der Batteriefertigungskapazität Priorität eingeräumt, was sich erheblich auf unsere Produktions- und Lieferergebnisse ausgewirkt hat", sagte William Li, Gründer und Vorsitzender von NIO. Außerdem seien einige Lieferungen in Erwartung weiterer Subventionskürzungen für Elektrofahrzeuge, die Ende Juni in Kraft traten, in den Juni vorgezogen worden. "Wir gehen davon aus, dass der August ein viel stärkerer Monat wird, und streben die Auslieferung von 2.000 bis 2.500 Fahrzeugen an", so Li weiter.

Die Kürzung von Subventionen für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben in China und umfangreiche Medienberichte über die jüngsten Brände bei Elektrofahrzeugbatterien haben den NEV-Umsatz bei Nio belastet. NIO hatte im Juni einen freiwilligen Rückruf von 4.803 ES8-Fahrzeugen wegen eines defekten Batteriemoduls angekündigt, wodurch sich das Risiko eines Kurzschlusses erhöhen kann. Im Mai dieses Jahres bestätigte das Unternehmen Pläne für Investitionen in seine NP2-Plattform sowie einen Rückgang des Umsatzes im ersten Quartal aufgrund von niedrigeren Umsätzen.