Nissan-Leaf_Batterie-Recycling

Die Akkus der ersten Leaf-Modelle haben im Auto ausgedient. Nun bauen Nissan und Sumitomo ein Werk für das Batterie-Recycling in Japan. Bild: Nissan

| von Stefan Grundhoff

Die in der neuen Anlage recycelten und generalüberholten Batterien werden verwendet, um austauschbare Batterien für Elektrofahrzeuge, in großen Speichersystemen und elektrischen Gabelstaplern anzubieten.

Das neue Werk wird zudem das globale Entwicklungs- und Produktionszentrum von 4R Energy werden. Nissan gab ferner bekannt, ein neues Austauschprogramm für Besitzer der ersten Generation Leaf zu starten, um alte Elektrofahrzeug-Batterien zu ersetzen. Hierbei wird der Autohersteller wiederaufbereitete 24-kWh-Batterien für JPY 300.000 (2.853,57 Dollar) pro Stück anbieten. Die Wechselkosten für neue Leaf-Batterien liegen zwischen 650.000 JPY für 24 kWh und 800.000 JPY für 40 kWh.

Nissan und Sumitomo schlossen sich im September 2010 zusammen, um die 4R Energy Corporation zu gründen. Hierdurch sollten nachhaltige, emissionsfreie Stromspeichersysteme entwickelt werden, die die Lithium-Ionen-Batterien des Leaf nutzen, wenn diese nicht mehr im Fahrzeug selbst genutzt werden können. Das Geschäftsmodell von 4R Energy, bei dem Li-Ionen-Batterien wiederverwendet, weiterverarbeitet, wiederaufbereitet und recycelt werden, ermöglicht deren effektive Nutzung für Energiespeicherlösungen in einer Reihe von Anwendungen.

Das Unternehmen erwartet, dass die Anzahl der Lithium-Ionen-Batterien, die für das Recycling zur Verfügung stehen, in naher Zukunft einen deutlichen Anstieg verzeichnen wird, da die Käufer der ersten Generation von Elektroautos ihre Batterien ersetzen wollen. Nissan hat seit seinem Start im Jahr 2010 bisher rund 300.000 Leaf-E-Autos verkauft. Durch die Rücknahme dieser gebrauchten Batterien hofft Nissan, die Kosten für den Batterieaustausch zu senken und die Gebrauchtwagenwerte für Elektrofahrzeuge zu erhöhen.

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