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Laut dem Finanzdienst Bloomberg wird unter anderem geprüft, ob Nissan Managergehälter in den USA korrekt offengelegt und ausreichende Kontrollen gegen unangemessene Bezahlung hat. Bild: Nissan

Der japanische Autoriese Nissan gerät wegen der Gehaltsaffäre um Ex-Konzernchef Carlos Ghosn auch in den USA ins Visier der Behörden. Ein Nissan-Sprecher bestätigte am Montag (29. Januar 2019) eine Untersuchung der US-Börsenaufsicht SEC in der Angelegenheit. "Wir kooperieren vollumfänglich", hieß es in einem Statement des Unternehmens. Weitere Details könne man derzeit jedoch nicht liefern.

Dem Wall Street Journal zufolge ist die Ermittlung noch in einem frühen Stadium. Bislang habe die SEC nur Informationen bei Nissan angefragt, schrieb das Wirtschaftsblatt unter Berufung auf einen Insider. Laut dem Finanzdienst Bloomberg wird unter anderem geprüft, ob Nissan Managergehälter in den USA korrekt offengelegt und ausreichende Kontrollen gegen unangemessene Bezahlung hat.

Der langjährige Nissan-Chef Ghosn war am 19. November 2018 in Tokio zusammen mit seiner früheren rechten Hand Greg Kelly wegen Verstoßes gegen Börsenauflagen festgenommen und angeklagt worden. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, zu niedrige Einkommen angegeben zu haben. Zudem soll Ghosn laut der Staatsanwaltschaft in Tokio private Investitionsverluste auf Nissan übertragen haben.