Nissan-Produktion_Barcelona_Fahrzeugrpoduktion

2014 an den Markt gekommen, ist der Nissan Pulsar bereits wieder Modellgeschichte. Die negativen Auswirkungen bekommt das Nissan-Werk in Barcelona zu spüren.

| von Frank Volk

Dass das Aus für den VW Golf-Konkurrenten Nissan Pulsar nicht ohne Auswirkungen auf die Autofabrik des japanischen Herstellers in Barcelona bleiben würde, war klar. Nun ist es amtlich: In einer Mitteilung zur Neustrukturierung des Werks kündigt Nissan eine deutliche Produktionskürzung an. Die Auswirkungen auf die Belegschaft sind gravierend. 600 von rund 3.500 Arbeitsplätzen werden gestrichen.   

Auf die schlechten Nachrichten von Nissan Motor Iberica reagierten die sonst so kampfeslustigen spanischen Gewerkschaften relativ gelassen. Grund: Gleichzeitig zur Produktionskürzung gab es ein Bekenntnis für den langfristigen Fortbestand des Werks. Untermauert wurde dieses mit einer Investitionszusage in Höhe von 70 Millionen Euro. Die Mittel fließen weitgehend in den Bau einer neuer Lackiererei. Zudem weise die Belegschaft einen relativ hohen Altersducrhschnitt auf, so dass ein Großteil der Jobstreichungen über Alterteilzeitlösungen aufgefangen werden könne.

Auslöser ist das Aus für den Nissan Pulsar

Auslöser für die Einschnitte im Werk ist die Einstellung des VW Golf-Konkurrenten Nissan Pulsar nach nur knapp fünf Jahren Produktionszeit. Zudem ist das Werk von der Entscheidung betroffen, den Diesel aus dem Motorenprogramm des NV2000 zu streichen. Zahlen zur Produktionsentwicklung nannte Nissan nicht. Das Analysehaus IHS Markit geht davon aus, dass die Fertigungszahlen von 105.400 Einheiten im Jahr 2016 auf knapp über 71.100 im laufenden Jahr und nur noch 58.300 Einheiten im Jahr 2020 sinken werden. Perspektivisch will man sich in dem Werk auf die Produktion von Pickups konzentrieren.