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Ein harter Brexit würde sich nicht nur in Großbritannien und Westeuropa auf die Autoproduktion auswirken. Doch gerade die Autoindustrie in England würde besonders leiden. Bild: JLR

Bei den Verkäufen wird der britische PKW-Markt von 2,78 Mio. im Jahr 2018 auf 2,41 Mio. Stück im Jahre 2019 zurückgehen; ein Rückgang von 13,2 Prozent. Dies steht im Gegensatz zu einem Rückgang von 4,4 Prozent im Jahresvergleich, der in der IHS-Basisprognose für 2019 erwartet wird. Darüber hinaus sieht die No-Deal-Prognose eine weitere Reduzierung im Jahr 2020 auf 2,11 Mio. statt 2,69 Mio. Einheiten vor. Im Jahr 2021 würde ein harter Brexit gerade einmal 2,21 Millionen statt 2,77 Millionen Fahrzeuge bedeuten.

Westeuropa wäre auch betroffen

Der Rückgang in Großbritannien wäre jedoch nicht der einzige. Auch Westeuropa würde einen harten Ausstieg spüren. Für 2019 würde der PKW-Markt im Jahresvergleich um 3,9 Prozent auf 15,82 Mio. Einheiten abnehmen. Ansonsten läge der Rückgang bei gerade einmal 0,2 Prozent. In den Jahren 2020 und 2021 würde es ebenfalls Rückgänge auf 15,34 Mio. bzw. 15,32 Mio. Einheiten gegenüber 16,25 Mio. und 16,09 Mio. Einheiten geben. Die Anpassungen der Prognose betreffen dabei einige der größten Märkte wie Deutschland und Frankreich noch deutlicher.

Weitreichende Auswirkungen

Ein No-Deal-Szenario wirkt sich zudem auch auf die Produktion in Ländern außerhalb Westeuropas aus. In Zentraleuropa würde die prognostizierte Produktion Polens im Jahr 2019 um rund 17.700 Einheiten und im Jahr 2020 um 23.800 Einheiten sinken, während die slowakische Produktion um 31.500 Einheiten gegenüber der IHS-Basisprognose im Jahr 2019 und um fast 53.000 Einheiten im Jahr 2020 zurückgehen könnte. Die tschechische Prognose wird sich voraussichtlich um 38.200 (2019) und im Folgejahr um 53.300 Einheiten reduzieren.

Auswirkungen würde ein solch harter Brexit auch in Japan und Südkorea haben. Japans Prognose für 2019 wird voraussichtlich um 30.400 Einheiten sinken und bis 2020 auf 46.900 Einheiten ansteigen, während IHS in Südkorea voraussichtlich rund 22.600 Einheiten von unserer Basisprognose für 2019 und 31.800 von der 2020er-Vorhersagen nehmen muss.