Nürburgring Luftaufnahme Bild: Wikipedia

Nach dem Einstieg eines russischen Milliardärs ist die Stilllegung des Nürburgring vom Tisch. – Bild: Wikipedia

Der Geschäftsmann sei an der Firma NR Holding beteiligt, die zwei Drittel an der Besitzgesellschaft übernommen habe. Damit sei der Kaufvertrag planmäßig umgesetzt und eine mögliche Stilllegung vom Tisch. Charitonin übernimmt die Anteile des mittelständischen Autozulieferers Capricorn. Dessen Chef Robertino Wild hatte im März zusammen mit der Motorsportfirma Getspeed den Zuschlag für den Ring erhalten. Offenbar hatte Wild jedoch Schwierigkeiten, den Bar-Anteil des Kaufpreises von 77 Millionen Euro aufzubringen. Wild übertrug seine Anteile kürzlich an einen Treuhänder, bevor sie nun an die NR Holding gingen. Das übrige Drittel hält weiter Getspeed.

Der neue Mehrheitseigentümer beglich nach Angaben der Sanierer bereits zwei Kaufpreisraten über insgesamt zehn Millionen Euro. “Dies ist ein positives Signal für Veranstalter, Kunden und Mitarbeiter”, sagte der Sprecher der Sanierer, Pietro Nuvoloni. Die nächste Rate wurde am Freitag fällig. Wäre sie nicht gezahlt worden, hätte der gesamte Kaufvertrag platzen können.

Charitonin ist Milliardär und Eigentümer des russischen Arzneimittelherstellers Pharmstandard. Er gilt als enger Geschäftsfreund des ebenfalls sportbegeisterten Oligarchen Roman Abramowitsch. Über diesen sei auch der Kontakt zwischen Wild und Charitonin zustandegekommen, hieß es im Umfeld der Transaktion.

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dpa/fv