Pininfarina Cambiano

Nach monatelangem Tauziehen ist es fix: Die indische Mahindra Gruppe übernimmt Pininfarina. Im Bild das Hauptquartier der Designschmiede in Cambiano. Bild: Pininfarina

Mahindra kauft zunächst 76 Prozent der Anteile an der renommierten Design-Firma von der Holding Pincar, die von einem Konsortium italienischer Banken kontrolliert wird. Der Preis für die Anteile wurde auf 25,2 Millionen Euro beziffert.

Das Unternehmen gilt als einer der größten Namen im italienischen Auto-Design mit Entwürfen wie Ferrari Testarossa und Alfa Romeo Spider. Neben einer Vielzahl an Designstudien und Auftragsarbeiten für die Auto-Welt hat sich Pininfarina zudem einen Namen in der Architektur gemacht, etwa mit dem Entwurf luxuriöser Wohnhäuser in Miami und Singapur.

Die Übernahme durch die Inder zog sich über Monate hin und soll mehrfach vom Scheitern bedroht gewesen sein. Bei Pininfarina waren dei Verhandlungen immer wieder von Protesten der Belegschaft begleitet worden. Die italienische Designschmiede steckt seit Jahren in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten. Branchenkenner sehehen in der Übernahme die einzige Chance auf eine Zukunft für das Unternehmen.

Mit der Übernahme des italienischen Unternehmens, zu dem auch Produktionsanlagen gehören, will Mahindra & Mahindra, eine lokal in Indien sehr erfolgreiche Marke mit großen Ambitionen in wichtigen Wachstumsmärkten, sein Profil weiter schärfen. Zu dem indischen Konzern gehören inzwischen unter anderem der koreanische SUV-Spezialist Ssangyong und die Rollersparte von Peugeot. In der Vergangenheit hat Pininfarina verschiedentlich für den Autobauer gearbeitet und unter anderem das Kompakt-SUV TUV 300 entworfen.

Der neue Eigner will von der Erfahrung der Italiener auch im Bereich Architektur profitieren.

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fv