VW China breit

Für VW und seine Joint-Venture Partner läuft es in China weiter gut, der Markt aber steht unter Druck. Das Wachstum schwächt sich ab. Bild: dpa

Mit der Reduzierung reagiert die CAAM auf den überraschend schwachen Fahrzeugabsatz im September. In der ersten neuen Monaten gab es in China zwar ein ordentliches Plus von 7,04 Prozent auf knapp über 17 Millionen Einheiten, die Septemberzahl mit Plus 2,5 Prozent sorgte aber für eine Schockwelle unter den Marktteilnehmern. Beim chinesischen Herstellerverband scheint man nun bis zum Jahresende nicht mehr mit einer Trendumkehr zu rechnen. Der Verband reduzierte seine Erwartungen für das Gesamtjahr auf eine Plus von nur noch 5 Prozent für das Gesamtjahr. Es ist die dritte Korrektur in diesem Jahr. Zu Beginn lag die Verbandsprognose noch bei 10 Prozent, im Sommer wurde diese dann auf 8 Prozent gekürzt, jetzt sollen es nur noch 5 Prozent sein.

Dabei läuft die Marktentwicklung zwischen den großen Joint-Ventures und den chinesischen Marken stark auseinander. Während die globalen Hersteller mit ihren Joint-Venture-Partnern weiter deutlich wachsen, geraten vor allem die chinesischen Marken stark unter Druck. So verlieren die großen China-Marken Geely (-10 Prozent), JAC (-15,4 Prozent), Lifan (-21,2 Prozent) und BYD (-23 Prozent) erheblich an Boden.

VW-Joint-Venture dominieren den Markt

Marktdominant bei den Pkw-Verkäufen sind die großen VW Joint-Ventures mit FAW und SAIC. Dort stimmt auch noch das Wachstum. So legte die Nummer 1 unter den Pkw-Marken, FAW-VW Automotive, in den ersten neun Monaten beim Absatz um 17,68 Prozent auf 1,2 Millionen verkaufte Fahrzeuge zu, SAIC-VW als Nummer 2 wuchs um 14,05 Prozent auf 1,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge. Auf Rang drei folgt mit 1,054 Millionen verkauften Autos (+3,84 Prozent) Shanghai-GM Automotive. Den höchsten Zuwachs unter den in China operierenden globalen Joint-Ventures erzielten in den ersten neun Monaten des Jahres Changan Ford (+19,22 Prozent) und Dongfeng-Citroen (21,43 Prozent).

Nach Einschätzung von IHS Automotive dürfte sich der im gesamten Jahr zu beobachtende Trend weiter verfestigen und dieser lautet: solides Wachstum bei den globalen Herstellern, rückläufige Absätze bei chinesischem Marken.

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Frank Volk