Olof Persson

Olof Persson: "Durch den geringen Auftragseingang wird auch das erste Quartal 2013 schwierig." - Bild: Volvo

Vor Zinsen und Steuern brach der Gewinn auf 1,12 Milliarden Schwedische Kronen (130 Millionen Euro) ein. Das ist nur noch ein Sechstel des Werts aus dem vierten Quartal 2011. Auch der Aufschwung auf dem zuletzt eingebrochenen brasilianischen Nutzfahrzeugmarkt konnte kaum Rückenwind verschaffen. Zwar legten die Auftragseingänge aus Südamerika um rund ein Viertel zu, weltweit blieb aber auch hier ein Rückgang von zehn Prozent. “Durch den geringen Auftragseingang wird auch das erste Quartal 2013 schwierig”, sagte Konzernchef Olof Persson am Mittwoch. Für das Gesamtjahr rechnet er allerdings mit einer Erholung.

Obwohl die Bestellungen aus Asien und Nordamerika um rund ein Fünftel zurückgingen, stand Volvo noch besser da als im dritten Quartal. Damals hatten die Aufträge insgesamt rund ein Viertel unter dem Vorjahreswert gelegen.

Konkurrent Scania, der einen größeren Anteil seines Geschäfts in Südamerika macht, hatte indes kräftig von einem staatlich subventionierten Nachfrageschub in Brasilien profitiert und dadurch das vierte Quartal auch weltweit mit mehr Bestellungen abgeschlossen als ein Jahr zuvor.

Absatzrückgang in Europa sorgt für Rückgang

Volvo erzielt indes nur zehn bis 15 Prozent seines Lkw-Umsatzes in Südamerika. Der Absatzrückgang auf dem europäischen Nutzfahrzeugmarkt fiel für den Konzern deshalb stärker ins Gewicht. Der Aufschwung in Brasilien dürfte aber dem Konkurrenten MAN in die Hände spielen, der Marktführer in Lateinamerika ist und am Freitag seine Bilanz veröffentlicht.

Als Grund für den Gewinneinbruch zwischen Oktober und Ende Dezember führte Volvo Umstrukturierungskosten von knapp einer Milliarde Kronen an. Positiv floss indes der Verkauf der Luftfahrtsparte Volvo Aero mit rund 250 Millionen Kronen ein. Auf das Jahr gesehen ging der operative Gewinn um ein Drittel auf 17,6 Milliarden Kronen zurück, unter dem Strich blieben 11,3 Milliarden und damit ebenfalls rund ein Drittel weniger. Der Umsatz sank leicht auf 303,6 Milliarden Kronen. Der Vorstand empfahl wie im Vorjahr eine Dividende von drei Kronen.

Ende September hatte der Konzern bereits ein Sparprogramm angekündigt, um zwischen 2013 und 2015 unter anderem 11,6 Milliarden Kronen bei Forschung und Entwicklung zu sparen.

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dpa/Guido Kruschke