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Opel Karl: Das neue fünftürige Einstiegsmodell ergänzt das Kleinwagenangebot von Opel. – Bild: Opel

Auf die Ankündigung hatte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann die Beobachter mehrfach vorbereitet. Schon Anfang Juni sagte er, er könne sich ein kleineres Fahrzeug als den Adam im Opel-Modellangebot “gut vorstellen”. Später sagte Neumann per Twitter-Nachricht, es werde sich bei dem Fahrzeug aber um “kein Billigmodell, sondern einen “echten Opel” handeln. Opel sieht den Karl offenkundig in einer Klasse über Billigst-Autos wie den Dacia-Modellen. Das “Low-Budget-Segment” überlasse der Hersteller “gerne anderen”, twitterte Neumann im Juli weiter.

Über den Preis des Karl machte Opel am Donnerstag zwar keine Angaben, in der Branche gilt aber als ausgemacht, dass das Modell für rund 10.000 Euro zu haben sein wird. Auch gemessen am Preis würde Opel den Wagen damit unterhalb den anderen Rüsselsheimer Kleinwagen, dem Corsa und dem Adam, positionieren.

Der Name des neuen Modells strahlt nach Ansicht von Opel die Werte der Marke aus, die der Hersteller mit “deutsch, emotional, nahbar” angibt. “Kurz, knackig, charaktervoll und einprägsam ist der Name noch dazu”, zitierte Opel die eigene Marketingchefin Tina Müller in einer Mitteilung. Die Modellbezeichnung Karl sei zudem “eine Hommage an einen der Söhne des Firmengründers Adam Opel”, heißt es in der Ankündigung des Fahrzeugs weiter. Carl von Opel allerdings schrieb sich mit C.

Opel sieht sich angesichts von Absatzerfolgen vor allem mit dem Modell Adam und dem SUV Mokka nach mehreren Jahren mit schrumpfenden Marktanteilen zurück auf Wachstumskurs. Der Hersteller hat sich vorgenommen, “bis zur Mitte des Jahrzehnts” zum ersten Mal seit Jahren wieder profitabel zu wirtschaften. Im Jahr 2022 will die GM-Tochter 5 Prozent des eigenen Umsatzes als Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) verdienen. Dazu plant das Unternehmen, bis zum Jahr 2018 27 neue und überarbeitete Modelle auf den Markt zu bringen – darunter der Karl.

gp / Quelle: Dow Jones Newswires