Wie das “Handelsblatt” berichtet, trifft sich in dieser Woche trifft sich der Opel-Aufsichtsrat, um die Grundsatz-Entscheidung für die Umwandlung der GmbH in eine AG zu beschließen. Das freut vor allem Betriebsratschef Klaus Franz.Klaus Franz steht die Freude förmlich ins Gesicht geschrieben. “Wir werden bereits in den nächsten Tagen den Grundsatzbeschluss für eine Umwandlung der Adam Opel GmbH in eine AG fällen”, sagte Konzernbetriebsratschef und stellvertretender Opel-Aufsichtsratschef Klaus Franz dem “Handelsblatt”.

Der Grund für Franz’ guter Laune: Die neue Gesellschaftsform wird die Mitsprachemöglichkeiten der Arbeitnehmer deutlich erweitern und die Eigenständigkeit des Opel-Managements, insbesondere in Produktfragen, gegenüber der Konzernmutter General Motors erhöhen. So wird künftig im neuen Aufsichtsrat der Opel AG von Arbeitnehmern und Kapitalvertretern gemeinsam ein Produktplanungs-Ausschuss gebildet, der die künftige Modellplanung von Opel beschließt. Gerade diese beiden Punkte sind dem mächtigen Betriebsratschef ein Anliegen.

Auch der Termin für das weichenstellende Aufsichtsrattreffen steht schon fest. Nach Informationen des “Handelsblatts” aus Konzernkreisen ist die Sitzung am 19. August geplant.

Die geplante Umfirmierung kommt damit schneller als erwartet. Bisher hatte Opel-Chef Nick Reilly nur angekündigt, dass der Schritt “am liebsten noch in diesem Jahr” vollzogen werden solle. Management und Opel-Betriebsrat hatten sich im Mai vertraglich darauf geeinigt, dass Opel wieder eine deutsche Aktiengesellschaft wird. Opel-Boss Reilly erfüllte damit eine der Kernforderungen der Arbeitnehmer im Gegenzug für deren Lohnzugeständnisse in Höhe von 265 Mio. Euro jährlich. Erst im Jahr 2005 war die Adam Opel AG nach mehr als 70 Jahren in eine GmbH verwandelt worden, um dem Mutterkonzern mehr Mitsprache bei Entscheidungen einzuräumen. Nach der Entscheidung von GM, Opel selbst zu behalten, hatten vor allem die Arbeitnehmer darauf gedrängt, dass Opel wieder zu einer AG werden sollte.