Opel Produktion

150 Beschäftigte des Opel-Werks Bochum erhalten in den nächsten Tagen per Post eine Drohung mit der Kündigung. - Bild: Opel

Das berichtet die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” am heutigen Mittwoch. „Das Ultimatum läuft am 15. August ab“, sagte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel der “FAZ”. Etwa hundert der betroffenen Beschäftigten werde angeboten, in das Stammwerk in Rüsselsheim zu wechseln, sie erhalten dafür zwei Monate Gehalt als Prämie.

Denjenigen, die das nicht wollen oder denen diese Lösung nicht angeboten wird, droht die Kündigung. Es sei denn, sie nehmen vor Ablauf des Ultimatums die Abfindung zuzüglich dreier Monatsgehälter an – was einer Summe zwischen 50.000 und 100.000 Euro entspricht. Insgesamt müssen im Bochumer Opel-Werk gut tausend von viertausend Stellen abgebaut werden, um die Kosten zu senken. Opel hat in den vergangenen drei Jahren jeweils Milliardenverluste angehäuft und wird wohl auch im laufenden Jahr nur im Kerngeschäft mit der Produktion von Autos ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen.

Restrukturierung mit Personalabbau abgeschlossen

Mit dem Personalabbau in Bochum sieht Opel seine Restrukturierung abgeschlossen. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke hatte der “Automobilwoche” gesagt, nachdem der Abbau von europaweit etwa 8.000 Stellen und die Schließung des Werks im belgischen Antwerpen das Ergebnis zuletzt belastet hätten, wolle Opel 2011 “mindestens eine schwarze Null” erreichen. Insgesamt fallen wegen der Kosten für die Sanierung inklusive der Abfindungen noch einmal mehrere hundert Millionen Euro Verlust an.

In Bochum sollten laut Sanierungsplan 1.800 von zuvor 4.600 Stellen wegfallen. 1.200 davon sind schon weg. 300 Stellen in der Getriebefertigung bleiben noch zwei Jahre länger erhalten als geplant. Der Werksteil sollte ursprünglich 2011 schließen.

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FAZ/dpa/Guido Kruschke