Opel Insignia

Bau des Opel Insignia: Im Mai hatten Opel und die Arbeitnehmervertreter vorläufig unter anderem vereinbart, den Personalabbau auf 3.700 Beschäftigte zu begrenzen. Bild: Opel

Die vor gut fünf Wochen vereinbarten Eckpunkte wurden nun in einem Zukunftstarifvertrag fixiert, wie Opel-Geschäftsleitung, IG Metall und Gesamtbetriebsrat am Freitag (6. Juli) gemeinsam mitteilten.

Ende Mai hatten sich die Beteiligten nach wochenlangem Ringen auf ein Eckpunkte-Papier zur Zukunft der deutschen Opel-Standorte geeinigt. Gegen Lohnzugeständnisse der verbleibenden Beschäftigten sicherte Opel zu, den Stamm an den deutschen Standorten von etwa 19.000 Beschäftigten nur um 3700 zu vermindern - und zwar auf freiwilliger Basis über verschiedene Abfindungs- und Vorruhestandsprogramme.

Außer dem Stammwerk Rüsselsheim unterhält Opel in Deutschland Standorte in Eisenach, Kaiserslautern, Bochum und Dudenhofen. Opel sicherte zudem Investitionen und Projekte für sämtliche Werke und Standorte zu.

Ruhe kehrt bei dem seit Jahren gebeutelten Autohersteller damit aber nicht ein: Am Vortag hatten Berichte über einen möglichen Teilverkauf des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim den Betriebsrat alarmiert.

Nach Betriebsratsinformationen könnten 4000 der dort etwa 7000 Beschäftigten betroffen sein. Opel prüft nach eigenen Angaben verschiedene Optionen für das Zentrum. «Strategische Partnerschaften mit anderen Unternehmen» seien Teil der Überlegungen, hatte das Unternehmen mitgeteilt, es gebe aber noch keine Entscheidungen.