Ferdinand Dudenhöffer

Ferdinand Dudenhöffer: "Jetzt kommt diese Keule, die eigentlich wieder alles zerstört." - Bild: dpa

“Das ist äußerst ungeschickt, was General Motors hier macht, insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende”, sagte der Chef des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen in einem Interview mit dem Sender Phoenix.

In den vergangenen Wochen habe das Unternehmen sowohl mit dem neuen Kleinwagen “Adam” als auch dem “SUV Mokka” einen guten Start gehabt. “Jetzt kommt diese Keule, die eigentlich wieder alles zerstört. Man geht sehr brutal mit Erpressung rein, obwohl eigentlich klar sein müsste, dass die frühere Produktionseinstellung in Bochum wirtschaftlich eher schlechter für General Motors sein würde. Da würden mehr Kosten anfallen, als die Produktion beim Zafira auslaufen zu lassen.”

Opel-Betriebsrat übt scharfe Kritik am Vorgehen

Opel-Betriebsratsvorsitzender Rainer Einenkel charakterisierte die verhandlungen mit dem Opel-Management als “Erpressung” und “Kriegserklärung”. “Wir haben nicht verhandelt. Was hier geschieht ist ein Tarifbruch, ein Verstoß gegen die Würde der Menschen, die hier arbeiten. Es ist eine Sauerei, wie man hier mit den Menschen umgeht”, wurde er deutlich. “Und es ist illegal, denn die Entscheidung, ein Werk zu schließen, muss dem Aufsichtsrat mitgeteilt werden, was nicht geschehen ist. Darauf angesprochen erklärte das Management, man habe es einfach vergessen und werde es bei der nächsten Aufsichtsratssitzung am Donnerstag nachholen.”

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Phoenix/WAZ/Guido Kruschke