Opel Mokka Saragossa breit

Im Juli 2013 hatte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann (Bild) angekündigt, dass der Mokka in Spanien gebaut wird. Jetzt rollen die Bänder an. Bild: Opel


Die im Juli 2013 beschlossene Verlegung der Mokka-Fertigung aus dem Werk in Südkorea nach Spanien ist vom hoher Symbolkraft: Für das schwer unter der Wirtschaftskrise darbende Spanien ist die Hereinnahme des SUV in eines der wichtigsten Autowerke des Landes ein industriepolitisch wichtiges Lebenszeichen. Für Opel ist es ein Signal der inzwischen deutlich gestärkten Position von Opel innerhalb des GM-Konzerns. Zur Erinnerung: Dass der in Rüsselsheim entwickelte Mokka zunächst bei Chevrolet in Südkorea gebaut wurde, hatte für heftige Diskussionen gesorgt, hätte doch der damals in schwerer Schlagseite befindliche Autobauer das Modell zur Auslastung seiner Werke dringend brauchen können. Derzeit schreibt Opel zwar immer noch Verluste, hat sich aber deutlich stabilisiert und sich zuletzt eine deutlich positive öffentliche Wahrnehmung erarbeitet.

Zur Vorbereitung der Mokka-Fertigung in Spanien hat Opel rund 62 Millionen Euro in das Werk investiert. Nach Angaben aus spanischen Gewerkschaftskreisen sollen in diesem Jahr noch rund 20.000 Einheiten des SUV gefertigt werden. IHS Automotive erwartet, dass sich die Auslastung des Werkes deutlich verbessern wird. In Saragossa fertigt Opel die Modelle Corsa und Meriva. Zudem wird, wenn 2017 die dritte Generation des Meriva kommt, auch der Citroen C3 Picasso dort gebaut, der gemeinsam mit dem Meriva entwickelt wird. Vor diesem Hintergrund erwartet IHS – auch durch den neuen Corsa – eine Ausweitung der Produktion von rund 280.000 Einheiten im Jahr 2013 auf über 400.000 Fahrzeuge im Jahr 2015. 2017 dürfte die Zahl der in Saragossa gefertigten Autos auf über 450.000 steigen, so die Prognose von IHS.

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Frank Volk