Opel-Logo in Kaiserslautern

Möglicherweise kann PSA den Kauf von Opel noch im Vorfeld des Genfer Automobilsalons bekanntgeben, der am Dienstag (7. März) beginnt. Bild: Opel

| von Andreas Karius

"Die Zuversicht wächst", sagte eine PSA nahestehende Person laut der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach verhandeln PSA und GM mit dem Ziel, den Abschluss der Verhandlungen bereits in den kommenden Tagen verkünden zu können. PSA und GM hätten sich in entscheidenden Fragen angenähert. Das betrifft unter anderem den Umgang mit Pensionsverpflichtungen für Opel-Beschäftigte. Nach Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg klafft in der Pensionskasse eine Lücke von neun Milliarden Dollar. Reuters zufolge habe PSA deutlich gemacht, dass der Konzern nicht bereit sei, den Großteil der Pensionslasten zu schultern. GM hingegen fordere im Gegenzug für Zugeständnisse bei den Pensionslasten den Verkauf von Opel-Modellen in China zu beschränken.

Ein weiterer Schlüsselpunkt der Verhandlungen ist laut Bloomberg die Frage, wie durch den Deal Einsparungen von zwei Milliarden Euro erzielt werden können. Die Einsparungen könnten sich demnach vor allem aus künftigen Kapazitätskürzungen ergeben sowie aus Einsparungen beim Einkauf, durch gemeinsame Komponenten und geringere Verwaltungskosten.

Allerdings seien die Verhandlungen sehr komplex, was zu Verzögerungen in dem von GM und PSA angestrebten Zeitplan führen könne. Für diesen Freitag ist in Rüsselsheim eine Betriebsversammlung angesetzt, auf der einem Insider zufolge über die Geschäftsentwicklung in den ersten Monaten des Jahres informiert werden soll.

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