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Ursprünglich sollten 2.000 Opelaner zu Segula wechseln, der bis zum Sommer auch Gebäude und Einrichtungen im Opel-Werk sowie im Testzentrum Rodgau-Dudenhofen (im Bild) übernehmen will. Nach dem Abfindungskompromiss ist unklar, wieviele Leute tatsächlich wechseln. Bild: Opel

Dem Automobil-Dienstleister Segula schlägt aus den Reihen der Opel-Belegschaft weiterhin tiefes Misstrauen entgegen. Dass die Franzosen ihr Konzept eines ‚Engineering-Campus’ unverändert weiter verfolgten, habe unter den IG-Metall-Vertrauensleuten Unverständnis und Fassungslosigkeit ausgelöst, berichteten am Donnerstag (21. März 2019) Teilnehmer einer Versammlung am Opel-Stammsitz Rüsselsheim. Am Vortag hatten Unternehmen und Betriebsrat vereinbart, dass den Mitarbeitern des Opel-Entwicklungszentrums Abfindungen angeboten werden sollen, statt sie sofort an Segula abzugeben.

Ursprünglich sollten 2.000 Opelaner zu dem Dienstleister wechseln, der bis zum Sommer auch Gebäude und Einrichtungen im Opel-Werk sowie im Testzentrum Rodgau-Dudenhofen übernehmen will. Nach dem Abfindungskompromiss ist unklar, wieviele Leute tatsächlich wechseln. Segula ist nach eigenen Angaben ein weltweit tätiger Engineering-Konzern mit 12.000 Mitarbeitern. Das Unternehmen arbeitet unter anderem eng mit der neuen Opel-Konzernmutter PSA zusammen.

Segulas Deutschland-Chef Martin Lange hatte auf das große Interesse externer Kunden an Automotive-Dienstleistungen verwiesen. Man wolle weiterhin 2.000 Mitarbeitern eine langfristige Perspektive bieten und benötige eine kompetente Mannschaft, die sich mit der zu übernehmenden Infrastruktur auskenne. Lange kündigte auch Neueinstellungen an. Gewerkschafter hatten schon zuvor an der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells gezweifelt, das nicht mit konkreten Projekten oder Kunden hinterlegt worden sei. Es beruhe auf dem Prinzip Hoffnung.