Opel Agila

Mehr als 50.000 Verkäufe sind jährlich für den Opel Agila geplant. - Bild: Opel

Mit dem unter dem Arbeitstitel “Junior” bekannt gewordenen Kleinwagen und der Neuauflage des Einsteigermodells Agila wolle man in dem am schnellsten wachsenden Marktsegment zulegen, sagte Vertriebschef Alain Visser am Mittwoch in einem Interview mit Dow Jones Newswires am Rande des Genfer Automobilsalons.

Mit dem eher günstigen neuen Agila will Opel vor allem preisbewusste Kunden anziehen. Der “Junior” dagegen soll nach Aussage von Visser höher positioniert werden und eine völlig andere Zielgruppe haben. Preislich werde der Wagen, der in Eisenach gebaut wird und Anfang 2013 auf den Markt kommt, etwa auf Corsa-Niveau liegen, sagte der Manager. “Es wird aber sicher kein Nischenprodukt”. Visser stellte ein “sehr großes Absatzvolumen” von “weit über 50.000 Stück im Jahr” in Aussicht. Genauer wollte er nicht werden. Mit den beiden geplanten Kleinwagen sowie dem unlängst angekündigten SUV auf Corsa-Basis, dem Cabrio und dem Combo-Nachfolger sieht Visser Opel nun gut positioniert: “Die wenigen Lücken, die wir noch hatten, sind gefüllt”.

Überhaupt macht er eine “leichte Aufbruchsstimmung” bei der wegen des Gezerres um die Zukunft geschundenen Traditionsmarke mit dem Blitz aus. Er sei zufrieden mit dem Jahresstart, sagte Visser. Im Februar habe der Marktanteil sowohl in Europa mit 6,2% als auch in Deutschland mit 7,5% über dem Vorjahr gelegen. Erfolgsgaranten waren laut dem Manager zuletzt der neue Astra, der Meriva sowie der überarbeitete Corsa.

Opel Ampera

Laut Opel-Entwicklungschefin Rita Forst liegen etwa 3.000 Reservierungen für den Ampera vor. - Bild: Opel

Hohe Ziele im ersten Verkaufsjahr bei Opel

Opel präsentiert auf der Genfer Messe die Serienversion des Elektroautos Ampera. Die 5-türige Fließhecklimousine kann seit Ende 2010 vorbestellt werden. Die Auslieferung des strombetriebenen Schwestermodells des Chevrolet Volt sollen Ende dieses Jahres starten.

Entwicklungschefin Rita Forst sagte im Gespräch mit Dow Jones Newswires, das Feedback sei “sehr positiv gewesen”. Aktuell lägen etwa 3.000 Reservierungen für den Ampera vor.

Der Ampera ist ein Elektroauto mit sogenanntem Range Extender – also einem kleinen Verbrennungsmotor, über den die Batterie aufgeladen werden kann. Der Preis liegt in Europa bei etwas unter 43.000 EUR. Nick Reilly erklärte am Dienstag, im ersten vollen Verkaufsjahr sei ein Absatz von 8.000 bis 10.000 Einheiten das Ziel.

Dow Jones Newswires/fk