Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hat die angeblichen Pläne für ein Top-Crossover-Modell nicht

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hat die angeblichen Pläne für ein Top-Crossover-Modell nicht bestätigt, aber die grundsätzliche Linie für die Modelloffensive vorgegeben, wonach es Richtung Crossover gehen soll. - Bild: Autobild/Larson

“Wir werden uns allgemein mehr in Crossover-Segmente bewegen, weil die Kunden auch dorthin gehen”, sagte Neumann in einem Interview mit der Automotive News Europe. Einen früheren Bericht der Autobild, wonach der Konzern an einem Crossover-Topmodell arbeitet, das 2017 in Produktion gehen und rund 27.000 Euro kosten soll, wollte er aber nicht bestätigen. Der Crossover könnte den Antara ersetzen oder ein Full-Size-SUV ergänzen, so die Analysten von IHS Automotive.

Im Zuge der Modelloffensive, die Opel 2012 begonnen hat, will das Unternehmen bis 2016 insgesamt 23 neue Modelle vorstellen. Teil der Modelloffensive werden die Nachfolger für den Meriva und den Zafira sein, die beide gemeinsam mit PSA entwickelt werden und laut Neumann Crossover-Elemente haben werden. Sowohl der neue Meriva wie auch der Zafira werden von ihrer Architektur her wie auch vom Antriebsstrang auf PSA-Plattformen aufsetzen.

Neumann sagte aber, dass es keine weiteren Pläne gebe, Plattformen für weitere Modelle mit PSA zu teilen.
“Unsere meistverkauften Autos wie der Corsa, Astra, Insignia und Mokka, sitzen alle auf globalen Plattformen von General Motors. Die einzigen beiden, die ich nicht auf solche globalen Plattformen aufsetzen konnte, waren die Minivans”, sagte Neumann.

Der Opel-CEO ergänzte, dass ein früherer Plan, einen Nachfolger für den Corsa zusammen mit PSA zu entwickeln ein Fehler war. Die nächste Generation des Corsa werde eine Chevrolet-Plattform verwenden, sagte er. “Wenn ich eine GM-Plattform habe, würde ich diese bevorzugen, weil ich dann alle unsere Motoren und unsere Technologie nutzen kann”, fügte er hinzu.

GM hat seine Pläne aufgegeben, die nächste Generation des Corsa auf der selben PSA-Plattform aufzusetzen, auf der bereits der Peugeot 208 und der Citroen C3 basieren. Medienberichten zufolge wird sich der neue Corsa, der ab Ende 2018 gebaut werden soll, eine Plattform mit dem Chevrolet Sonic / Aveo, Buick Encore und dem Opel Mokka teilen.

Der neue Zafira soll im PSA-Werk im französischen Sochaux gebaut werden, während der Nachfolger für den Meriva im Opel-Werk im spanischen Zaragoza hergestellt wird. Der Umsatz mit den beiden Modellen schwächelt, seit sich die Käufer immer öfter für SUVs entscheiden.

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IHS/Automotive News Europe/Andreas Karius