Opel Rüsselsheim: Mitarbeiter bei der Arbeit.

Alle Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer bleiben trotz des Rechtsformwechsels in unverändertem Umfang erhalten. Bild: Opel

Alle europäischen Geschäfte von Opel, die Teil von PSA Peugeot Citroën werden, sollen unter dem Dach einer Gesellschaft gebündelt werden, wie der Rüsselsheimer Hersteller am Donnerstag mitteilte. Für die Mitarbeiter ändere sich infolge der gesellschaftsrechtlichen Neuaufstellung zunächst nichts.

In einem ersten Schritte wird die Adam Opel AG in eine GmbH umgewandelt. Am Ende sollen alle europäischen Geschäftsaktivitäten von Opel und der Schwestermarke Vauxhall in einer Gesellschaft zusammengefasst werden. Umgesetzt werden soll das im Laufe des zweiten Quartals. Opel hatte noch unter der bisherigen Muttergesellschaft General Motors im Jahr 2011 die Rechtsform von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft geändert. 

"Alle Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer bleiben in unverändertem Umfang erhalten. Sämtliche arbeitsrechtlichen Pflichten der derzeitigen Gesellschaften und auch die Fortführung der Tarifverträge werden übernommen", teilte das Unternehmen weiter mit. Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug wertete es als Erfolg, "dass wir ganz wesentliche Forderungen von IG Metall und Gesamtbetriebsrat durchsetzen konnten".

Der Autobauer bestätigte seine Zusagen für die deutschen Werke: In Eisenach soll von 2019 an der Nachfolger des Mokka X produziert werden. In Rüsselsheim soll in einigen Jahren ein großer SUV vom Band laufen. Auch alle weiteren Vereinbarungen sollen nach einer Integration von Opel/Vauxhall in den PSA-Konzern Bestand haben. Demnach sind betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2018 ausgeschlossen, Investitionszusagen gelten bis 2020.