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Die Opposition wirft Verkehrsminister Alexander Dobrindt seit Wochen mangelnde Aufklärung in der VW-Abgasaffäre vor. Bild: ks

Dies sei "der einzige Weg, endlich die Kumpanei zwischen Bundesregierung und Autoindustrie aufzudecken", sagte Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer am Mittwoch (13.4.) der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wollen den Untersuchungsausschuss noch im April beschließen." In Kreisen der Linksfraktion wurde die Grundsatzentscheidung bestätigt.

Im Zentrum des Ausschusses müsse selbstverständlich die Rolle von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) stehen, sagte Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch dem Handelsblatt.

 

Abschließende Gespräche zur Einsetzung des Untersuchungsausschusses wollen die Fraktionsspitzen von Linken und Grünen an diesem Mittwoch führen. Nach einer Änderung der Bundestags-Geschäftsordnung kann die Opposition dies trotz der großen Mehrheit der schwarz-roten Koalition allein durchsetzen. Der Vorsitz eines VW-Ausschusses dürfte den üblichen Regeln zufolge an die Linksfraktion gehen. Es wäre bereits der fünfte Untersuchungsausschuss in dieser Wahlperiode.

Krischer kritisierte: "Bis heute kann der Verkehrsminister nicht beantworten, weshalb er seit Jahren überhöhte Abgaswerte toleriert und nichts dagegen unternommen hat." Die Opposition verlangt unter anderem eine Veröffentlichung der Ergebnisse von Abgas-Nachprüfungen bei Modellen verschiedener Automarken durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Dobrindt weist Vorwürfe an seiner Aufklärungsarbeit zurück.