Jaguar_i-Pace_Fahrzeugabsatz

Kurs auf den deutschen Markt: Aufgrund der hohen Nachfrage nach dem Jaguar i-Pace in den Niederlanden, kam 2018 nur eine geringe Stückzahl des Stromers zu deutschen Händlern. 2019 soll sich das ändern. Bild: Jaguar

| von Frank Volk

Dass sich ein Premium-Modell mit einem Startpreis von rund 80.000 Euro an die Spitze der meistverkauften Autos eines Landes setzt, ist alles andere als alltäglich. Dem elektrischen Jaguar i-Pace ist das Kunststück im Dezember 2018 in den Niederlanden gelungen. 2.631 Einheiten des Stromers wurden im letzten Monat des vergangenen Jahres vom ersten rein elektrischen Modell der britischen Edelmarke abgesetzt. Damit lag man nicht nur sehr deutlich vor dem Tesla Model S (1.558 Einheiten), sondern stellte auch das insgesamt meistverkaufte Auto des Monats.

Dass zum Jahresendspurt gleich zwei Stromer an der Spitze lagen, hat seinen tieferen Grund in der Förderpolitik für E-Fahrzeuge im deutschen Nachbarland. Dort lief Ende des Jahres ein Förderprogramm aus, das vor allem teuren EVs zugute kam. So gab es bislang steuerliche Förderung auf den kompletten Fahrzeugpreis, ab 2019 gibt es diese steuerliche Förderung nur noch bis zu einem Anschaffungspreis bis zu 50.000 Euro. 

Unter der hohen Nachfrage nach dem i-Pace in den Niederlanden, mit Norwegen einer der führenden Märkte für Elektroautos in Europa, "litt" 2018 die Versorgung des deutschen Marktes: "Angesichts der hohen Nachfrage dort, wurden die Kapazitäten bevorzugt an die Händler in Holland geliefert", sagt Jan-Kas van der Stelt, JLR-Geschäftsführer Deutschland, bei einer Veranstaltung des Herstellers nahe München. 2019 werde sich das Blatt aber wenden. Durch den Beschluss der Bundesregierung , den Steuersatz für Elektrodienstwagen auf 0,5 Prozent herabzusetzen, erwartet van der Stelt einen erheblichen Nachfrageschub. Dieser sei jetzt schon spürbar, die "Orderbücher für den i-Pace sind ordentlich gefüllt." Bestelle man jetzt das Modell, könne bereits im Mai geliefert werden.

Eine deutlich höhere Nachfrage erwartet der Autobauer nicht nur für den i-Pace, sondern sondern auch für die neuen Plug-in-Hybride der Land Rover-Modelle. So schaffen Range Rover P400e und Range Rover Sport P400e - je nach Ausstattungsvariante - eine elektrische Reichweite von 48 Kilometern, womit deren Käufer auch in den Genuss der halbierten Dienstwagensteuer kommen.

 

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