Peiker Bestückungsmaschine, Automobilzulieferer

Bestückungsmaschine für elektronische Bauteile im peiker-Werk Friedrichsdorf: Der Automobilzulieferer sieht sich im Geschäftsfeld Telematik und Connectivity auf dem Weg zum Massenmarkt. Bild: Peiker

Im Geschäftsjahr 2014 erwirtschaftete die peiker Firmengruppe mit Tochtergesellschaften in Frankreich, den USA, Mexiko und China einen Umsatz von knapp 240 Millionen Euro. Dies entspricht einem Umsatzanstieg von ca. 62 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Damit lag der Friedrichsdorfer Mittelständler deutlich über der eigenen Planung. “Wir stellen uns bei der Jahresplanung bewusst konservativ auf”, erklärt der Vorsitzende der Geschäftsführung Andreas Peiker. “In einem so dynamischen Markt können sich Vorzeichen schnell ändern. Wir haben 2014 immens von der enormen Nachfrage für Lösungen rund um das vernetzte Fahrzeug profitiert.” Um das steigende Produktionsvolumen zu realisieren, hat das Unternehmen im vergangenen Jahr rund 12 Millionen Euro investiert, davon alleine 5,2 Millionen für hochmodernes Produktionsequipment in Deutschland und Mexiko. Der Schwerpunkt auf High-Tech zeige sich an den Entwicklungsaufwendungen, die 2014 bei 20 Millionen Euro lagen. Für das kommende Jahr sind Investitionen und Aufwendungen in gleicher Höhe geplant.

Im florierenden Markt für Telematik-Steuergeräte etabliere sich peiker zunehmend als Großserienlieferant, so das Unternehmen. Innerhalb der Firmengruppe entstanden bei dem Mittelständler 132 neue Arbeitsplätze. Der Automobilzulieferer führte im vergangenen Jahr den 3-Schicht-Betrieb in seinen Werken in Deutschland ein und stellte im deutschen Stammhaus 51 Mitarbeiter/innen ein. Innerhalb der Firmengruppe wuchs das Personal von 808 auf 940 Personen an.

Neben klassischen Telematik-Steuergeräten setzt peiker auf neue Trends in der Automobilindustrie, so z. B. auf Car Sharing. Mit einem eigenen Modul hat sich peiker auf diese Strömung vorbereitet. Seit August 2014 ist die Serienbelieferung für einen namhaften deutschen Premiumautomobilhersteller angelaufen.

Für das Jahr 2015 rechnet peiker mit einem weiteren Umsatzanstieg. Trotz des steigenden Wettbewerbs blickt das Unternehmen positiv in die Zukunft: “Im Geschäftsfeld Telematik und Connectivity bewegen wir uns zunehmend in Richtung Massenmarkt”, erklärt Geschäftsführer Reinhard Kromer-von Baerle. “Auf der einen Seite verspricht dies ein interessantes Auftragsvolumen, auf der anderen Seite tritt peiker damit zunehmend in Konkurrenz zu großen Konzernen, die ebenfalls dieses Segment besetzten wollen. Durch den Ausbau unserer internationalen Partnerschaften in den Bereichen Technologie, Einkauf, Fertigung und Vertrieb sowie der Positionierung im Freizeit- und Healthcare-Segment sind wir für diese Herausforderungen gut gerüstet”, so Kromer-von Baerle weiter.

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peiker/ks