csm_peiker_headquarters_Friedrichsdorf

Mit der Übernahme von peiker stärkt Valeo seine weltweite Führungsposition auf dem Gebiet des autonomen und vernetzten Fahrens. Bild: peiker

Die Übernahme von Peiker muss noch von den zuständigen Kartellbehörden genehmigt werden. Seit Februar 2015 arbeiteten Valeo und Peiker bereits in einer technologischen Kooperation zusammen. “Wie erfolgreich eine Übernahme für beide Seiten sein könnte, hat sich relativ schnell gezeigt”, so ein Unternehmenssprecher.

Valeo hat ein umfangreiches Portfolio an Hochtechnologie-Systemen und nutzt Ultraschall-Sensoren, Radare, Kameras, Laserscanner, Head-up-Displays und Software, um im Auto der Zukunft ein intuitiveres, sichereres und effizienteres Fahren zu ermöglichen. Die Integration von Peiker in die Valeo-Gruppe erlaubt es dem französischen Automobilzulieferer, nun auch globale Telematiksysteme im Fahrzeug anzubieten. Die Connectivity-Module von Peiker erlauben schnelleren und zuverlässigeren Datenaustausch im Fahrzeug. Zudem stellen sie die benötigte Hochgeschwindigkeitskonnektivität und Cybersicherheit bereit.

Peiker erwirtschaftete im Jahr 2015 einen Umsatz von rund 310 Millionen Euro und beschäftigt im Stammhaus in Friedrichsdorf etwa 700 Mitarbeiter. Weitere 300 Mitarbeiter sind in Tochterfirmen in den USA, Mexiko, Frankreich und China angestellt. Andreas Peiker, Vorsitzender der Geschäftsführung von Peiker: “Der Beitritt zur Valeo Group ist ein großer Schritt in Richtung Zukunft. Dadurch können wir unsere Position auf dem Gebiet der Telematik und Connectivity stärken und neue Märkte erschließen, zu denen wir als mittelständisches Unternehmen keinen Zugang hatten. Ich bin begeistert, Teil eines so renommierten Global Players der Automobilindustrie zu sein. Es handelt sich hier um eine Win-win-Situation – beide Unternehmen werden vom Know-how und der Erfahrung des anderen profitieren. Zusammen werden wir die Zukunft des vernetzen und autonomen Fahrens gestalten.”

Andreas Peiker, Vorsitzender der Geschäftsführung bis dato, übergibt die Geschäfte an den bisherigen Geschäftsführer Reinhard Kromer-von Baerle. Andreas Peiker rückt in den Aufsichtsrat des Unternehmens auf und bleibt dem Unternehmen somit verbunden. Auch der zweite Geschäftsführer, Mathias Köhler, bleibt im Unternehmen.

Valeo-CEO Jacques Aschenbroich zur Übernahme: “Die Zusammenarbeit mit den Experten von Peiker im Rahmen der im Frühjahr 2015 ausgearbeiteten technologischen Kooperation war sehr erfolgreich. Wir wissen die von Andreas Peiker und seiner Familie über Jahrzehnte hinweg kultivierte Technologiekultur sehr zu schätzen. Das Portfolio an Technologien, Produkten und Dienstleistungen von Peiker ergänzt unsere Vision des intuitiven Fahrzeugs der Zukunft perfekt, das autonom, vernetzt und intuitiv fährt. Zudem stärkt dieser Erwerb die Präsenz von Valeo in Deutschland mit dem Gewinn von 700 Partnern, darunter 150 hochqualifizierte Ingenieure.”

Die Valeo Gruppe setzte 2014 rund 12,7 Milliarden Euro um und investierte mehr als 10 Prozent seiner Verkäufe von Fahrzeug-Erstausstattung in seine Forschung und Entwicklung. Valeo hat 135 Werke, 16 Forschungszentren, 35 Entwicklungszentren und 15 Vertriebsplattformen und beschäftigt 82.700 Menschen in 30 Ländern weltweit. Valeo Aktien werden an der Pariser Wertpapierbörse gehandelt; das Unternehmen ist Teil des Leitindex CAC 40.

Alle Beiträge zu den Stichwörtern Peiker Valeo

Bettina Mayer