Die Zeit der fränkischen Finanz-Trutzburg ist vorbei: Schaeffler lässt sich heute erstmals in die Karten schauen und präsentiert die Geschäftszahlen.

Das Schweigen (zumindest was die Finanzen angeht) hat heute ein Ende. Der Schaeffler-Konzern legt heute in München erstmals eine Geschäftszahlen vor. Erste Daten sickerten schon durch: Nachdem der fränkische Auto-Zulieferer sich im Zuge des Konkurrenten Continental mit etwa zwölf Milliarden Euro verschuldet hatte, stehen jetzt wieder schwarze Zahlen unter dem Bilanz-Strich.

Das Familienunternehmen will in diesem Jahr  wieder an die Ergebnisse aus der Zeit vor dem Wirtschaftseinbruch anknüpfen zu können. Für 2010 rechnet der Vorsitzende der Schaeffler-Geschäftsführung, Jürgen Geißinger, mit einem Umsatz von mehr als acht Milliarden Euro. Geißinger kündigte außerdem an, dass die EBIT-Marge  zweistellig ausfallen werde.

Damit würde das Ergebnis vor Zinsen und Steuern 2010 mindestens 800 Millionen Euro betragen. Noch unklar ist, wie genau die Bilanz für das erste Halbjahr aussehen wird. 2009 war der  Umsatz des Konzerns auf rund 7,3 Milliarden  Euro geschrumpft, über das Ergebnis machte das Unternehmen bisher keine Angaben. Doch jetzt kommt Licht in die Unternehmensbilanz.