Peugeot iOn: Kommt 2010 als das erste hundertprozentige Elektrofahrzeug in Europa auf den Markt. - Bild: Peugeot

Peugeot iOn: Kommt 2010 als das erste hundertprozentige Elektrofahrzeug in Europa auf den Markt. - Bild: Peugeot

Peugeot will noch 2010 in Europa mit dem ‘iOn’ das erste Serien-Elektroauto sowie mit dem E-Vivacity den ersten E-Scooter auf den Markt bringen.

Mit dem i0n präsentiert Peugeot als erster europäischer Hersteller ab Ende 2010 ein reines Elektroauto. Der Viersitzer brilliert durch einen starken Antritt, hohe Elastizität und eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h – ideal für die Fortbewegung in den Ballungsräumen Europas, heißt es bei Peugeot. Seine Lithium-Ionen-Batterien mit einer Reichweite von 130 km lassen sich innerhalb von sechs Stunden an einer haushaltsüblichen Steckdose komplett oder in nur 30 Minuten an einer Schnellladestation zu 80 Prozent aufladen. Erste Bestellungen für den i0n von Privatpersonen, Behörden sowie zahlreichen Leasing- und Carsharing-Unternehmen sind bereits eingegangen, wie Peugeot-Generaldirektor Jean-Marc Gales gerade bestätigte.

Peugeot RCZ: Sport-Coupé als erstes Sondermodell der Produktoffensive 2010 bis 2012 der Franzosen. - Bild: Peugeot

Peugeot RCZ: Sport-Coupé als erstes Sondermodell der Produktoffensive 2010 bis 2012 der Franzosen. - Bild: Peugeot

Mit der Markteinführung des Sport-Coupés RCZ, des Elektroautos iOn, des 408 in China und drei neuen Modellen in Lateinamerika setzt die französische Marke ihren Expansionskurs weiter fort, der 2009 trotz Produktionsrückgängen in wachsenden marktanteilen mündete.

Der RCZ, der bereits im Frühjahr 2010 sein Debüt feiert, ist das erste der geplanten Sondermodelle. Er läutet ein neues Kapitel in der Geschichte der “Spaß-Automobile” aus dem Hause Peugeot ein.

Ab Frühjahr 2011 soll zudem ein erster Diesel-Hybrid serienreif sein. Der Peugeot 3008 HYbrid4 soll ein breites Nutzungsspektrum bei größtmöglicher Umwelteffizienz bieten. Die Vorteile dieser eingebauten Technologien:

  • Einsparungen von bis zu 35 Prozent bei Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen (3,8 l auf 100 km, 99 g CO2 pro Kilometer);
  • Zero-Emission-Modus im reinen Elektrobetrieb für sparsamen Verbrauch und geräuscharme Fortbewegung;
  • Leistungsplus bis maximal 147 kW (200 PS).

Durch die Platzierung des Elektromotors im hinteren Teil des Fahrzeugs ist zum Beispiel Allradantrieb möglich. Der 3008 HYbrid4 als erstes Diesel-Hybridfahrzeug auf dem Markt ebnet den Weg für künftige Peugeot-Vollhybridmodelle. Im Jahr 2012 bringt Peugeot die HYbrid4-Technologie in einer über das Stromnetz aufladbaren Version auf den Markt. Ambitionierte Ziele wie CO2-Emissionen von unter 50 g pro Kilometer und ein Verbrauch von 2,0 Liter auf 100 Kilometer sollen damit Wirklichkeit werden.

Als E-HDi werden zeitgleich auf der ganzen Diesel-Palette von Peugeot sogenannte Mikro-Hybrids zur Verfügung stehen. Damit sinken der Verbrauch und die CO2-Emissionen um bis zu 15 Prozent. Ab 2012 soll auch ein erster Plug-In Diesel-Hybrid folgen.

Peugeot-kozept BB1: Soll als Elektrofahrzeug gebaut werden - Bild: Peugeot

Peugeot-Konzept BB1: Soll als Elektrofahrzeug gebaut werden - Bild: Peugeot

Beim aktuellen Konzeptfahrzeug BB1 kreuzte Peugeot eine Limousine mit einem Scooter. Das ‘Hybrid’ soll als Serienauto gebaut werden und dann zu 100 Prozent elektrisch fahren können. Der BB1 ist ein neues Konzept für urbane Mobilität als Bindeglied zwischen Fahrzeugen mit zwei und vier Rädern. Auf der Basis einer revolutionären Karosseriestruktur und eines Rohrchassis aus der Kooperation mit Peugeot Scooters bietet der BB1 auf 2,50 Meter Länge vier Personen Platz.

Die Marke investiert in eine spezielle Range von Fahrzeugen im Crossover, SUV- und MPV-Markt. Insgesamt sollen 14 neue Modelle weltweit bis 2012 unter dem neuen Löwen-Logo erscheinen.

Peugeot SR1: Französische Interpretation des Roadsters - Bild: Peugeot

Peugeot SR1: Französische Interpretation des Roadsters - Bild: Peugeot

Zudem stellte Peugeot gerade in Frankreich mit dem SR1 sein jüngstes Konzept vor: Der zweisitzige GT-Roadster soll den modernisierten Stil der Marke verkörpern. Allerdings basiert das Designmodell auf keiner aktuellen Plattform, für eine eventuelle Ralisierung bedeutet dies eher verschwindend geringe Chancen. Das Concept-Car Peugeot SR1 wird dem Publikum beim kommenden Genfer Automobilsalon im März 2010 präsentiert.

Der neue Löwe von Peugeot ab 2010 - Bild: PSA

Der neue Löwe von Peugeot ab 2010 - Bild: PSA

Das neue Peugeot-Logo mit dem restauriertem Löwen zum 200. Bestehen der Marke soll ‘Motion & Emotion’ ausdrücken, Bewegung und Gefühle. Dies ist zugleich der neue Marken-Claim.

Eine neue Mobilitätsdienstleistung wollen die Franzosen auch auf die Räder stellen. ‘Mu by Peugeot‘ soll in Europa – zunächst in Paris – jedem Menschen über eine Prepaid-Card die Möglichkeit geben, Autos und (Motor-)Räder der Marke Peugeot zu mieten. Das Prinzip ist einfach: Der Kunde lädt direkt im Internet „Mobilitätseinheiten” auf seine Karte, die er dann auf zweierlei Arten verbrauchen kann.

  • Produkte und Zubehörteile aus dem Peugeot-Angebot mieten:
  • z. B. ein Auto zum Vergnügen (Coupé, CC, 3008) übers Wochenende,
  • ein Fahrrad für einen Familienausflug,
  • einen Scooter für den Stadtverkehr,
  • ein Nutzfahrzeug für einen Umzug, oder
  • ein Zubehörteil wie ein Navigationssystem
  • oder eine Dachbox für die Fahrt in den Urlaub.
  • Dienste eines Partners einkaufen: Über eine Reiseplattform kann der Karteninhaber ein Flug-oder Bahnticket buchen, ein Hotelzimmer reservieren oder eine komplette Reise für sich individuell organisieren. Ebenfalls im Angebot sind Sicherheits-, Verbrauchs- oder Expertentrainings.

Nach einer ersten Pilotstufe mit 20.000 Konzernmitarbeitern in vier französischen Städten haben 27 Pariser Standorte das Programm im Dezember 2009 ins Angebot genommen, darunter Vertragshändler für Peugeot-Kraftfahrzeuge und -Motorräder sowie der Flagship-Store Peugeot Avenue auf den Champs-Elysées. In weiteren europäischen Großstädten wie Berlin, Rom, London, Brüssel oder Madrid wird Mu by Peugeot gerade eingeführt. Aktuell nutzen 42 Prozent der Kunden von Mu by Peugeot diesen Service, um einmal ein Auto zum
Vergnügen zu fahren. Peugeot stärkt damit die Kundenbindung, zieht mehr Publikum in die Verkaufsstellen und gewinnt so auch neue Kunden.

Vertriebsergebnisse von PSA Peugeot Citroën im Jahr 2009 (Unternehmensangaben):

  • Ausbau des Weltmarktanteils auf 5,1%;
  • 3.188.000 montierte Fahrzeuge und Bausätze, d.h. ein Minus von 2,2% in einem um 3,5% rückläufigen Markt;
  • Ausbau des Marktanteils in Europa auf einen jährlichen Durchschnitt von 13,7% und auf 14,4% im letzten Quartal 2009;
  • Erfolg aller neuen Modelle: Citroën C3 Picasso und neuer C3 sowie Peugeot 206+, 3008 und 5008;
  • Festigung der führenden Stellung auf dem europäischen Transportermarkt mit dem Ausbau des Marktanteils auf 22,2%;
  • 1 Million Fahrzeuge mit weniger als 130 g CO2 / km weltweit ausgeliefert.

Mit 2.845.000 im Berichtszeitraum verkauften Autos (1.515.000 Peugeot und 1.331.000 Citroën) ging der Absatz der montierten Fahrzeuge um 3,6% zurück.

In Frankreich stieg der Marktanteil von PSA Peugeot Citroën mit 851.000 Erstzulassungen (Pkw und Transporter) um 0,6 Prozentpunkte auf 32,2%. Das entspricht einem deutlichen Plus von 7,1% in einem Markt, der um 5,3% zulegte.

In Deutschland erhöhte sich der Marktanteil des Konzerns um 0,6 Prozentpunkte auf 6,3%. In einem von der Verschrottungsprämie geförderten Markt mit einem kräftigen Zuwachs von 19,9% konnten die Marken Citroën und Peugeot 250.000 Neuzulassungen verzeichnen (+31,8%). In Italien baute der Konzern seinen Marktanteil um 1% auf 10,8% aus. Während der Markt 2,1% einbüßte, konnte der Konzern die Erstzulassungen um 7% auf 251.000 steigern. In Spanien folgten die Verkäufe von PSA Peugeot Citroën (-19,1%) der Marktentwicklung (-20,2%). Mit 206.000 ausgelieferten Fahrzeugen beträgt der Marktanteil nun 19,4% und ist damit um 0,3% höher als
im Vorjahr. In Großbritannien war der Konzern weiterhin bestrebt, die negativen Auswirkungen des Wechselkurses Pfund/Euro auf die Rentabilität zu begrenzen. In einem um 9,9% rückläufigen Markt schrumpften die Erstzulassungen des Konzerns um 14% auf 204.000 Fahrzeuge.

In Mittel- und Osteuropa brach der Automobilmarkt um 30,9% ein. Vor diesem Hintergrund fiel der Absatz des Konzerns um 34,3% auf 98.000 Wagen. Der Marktanteil beträgt 9,4%, gegenüber 9,9% im Vorjahr.

psa-absatz-2009

Quelle: PSA Peugeot Citroën; * Europa: EU + EFTA + Kroatien

Außerhalb Europas lieferte der Konzern im Berichtszeitraum 1.055.000 montierte Fahrzeuge und Bausätze aus. Auf das Jahr gerechnet wurden damit 33,1% der Fahrzeuge im außereuropäischen Ausland abgesetzt.

China: Mit 272.000 Auslieferungen stieg der Absatz von PSA Peugeot Citroën um 52%. Dieses erfreuliche Ergebnis ist dem Erfolg der kürzlich eingeführten Modelle zu verdanken: Peugeot 207 Schrägheck und Stufenheck sowie Citroën C-Quatre und C-Elysée. China ist nun der zweitgrößte Absatzmarkt des Konzerns.

Lateinamerika: Außer in Brasilien, wo der Absatz um 12,5% stieg, verzeichnete PSA Peugeot Citroën in allen lateinamerikanischen Ländern 2009 ein Minus. Der durchschnittliche Rückgang betrug 2,2%. Vor diesem Hintergrund gingen die Verkäufe des Konzerns um 11,2% auf 234.000 Fahrzeuge zurück. Der Marktanteil beläuft sich auf 5,3%.

Russland: In dem stark geschrumpften Markt (-50,1%) gelang es dem Konzern, den Absatzrückgang auf 31,6% zu begrenzen. Der Konzern vergrößerte seinen Marktanteil 2009 dementsprechend um 0,8 Prozentpunkte und konnte trotz des ungünstigen Wechselkurses seine Position untermauern.

Ausblick 2010
2010 sollten sich die Automobilmärkte weltweit erholen – außer in Europa, wo weiterhin mit einer schrumpfender Nachfrage zu rechnen ist, da die Verschrottungsprämien allmählich auslaufen oder ihr Betrag stufenweise sinkt. Im 2. Halbjahr sollte sich jedoch auch hier die Konjunktur aufhellen. Vor diesem Hintergrund erwartet PSA Peugeot Citroën im Jahresdurchschnitt einen einstelligen Rückgang der europäischen Automobilmärkte.