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Laut Philips überholt LED die Xenon-Technik was die Marktdurchdringung anbelangt schon 2015-2016. – Bild: Philips

Wichtigste Absatzregionen für die Halogenlampen seien die preisbewussten Märkte in China und Indien, erklärt Harald Willwohl, Business Development Manager bei Philips Automotive Lighting, und ergänzt: “Halogen bleibt ein wichtiger Markt. Hinzu kommt, dass wir nach wie vor noch Innovationen auch im Halogensektor machen.”

Diese Fortschritte werden durch die LED-Technik getriggert. Eine wesentliche Weiterentwicklung ist beispielsweise die Verringerung der Bauraumtiefe. Ein ohnehin bekannter Vorteil der Halogenscheinwerfer: Sie kommen mit nur 12 Volt Bordspannung aus. LEDs hingegen brauchen zusätzliche Elektronik.

Während also kostengünstige Halogensysteme trotz mancher Nachteile auch in Zukunft weiterhin am Markt stark vertreten sein werden, überholt LED die Xenon-Technik voraussichtlich schon 2015-2016 was die Marktdurchdringung anbelangt, so Harald Willwohl.

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Entwicklungsleiter Peter Stolk: “Das Styling der Scheinwerfer birgt zusätzliche Herausforderungen.” – Bild: Philips

Ein Vorteil der LEDs: Der Kostenfaktor. Da sie auch in anderen Bereichen und nicht nur im Auto zum Einsatz kommen, werden sie massenhaft produziert und der Preis sinkt. Hinzu kommen die vielen technischen Vorzüge gegenüber der Xenon-Technik. So hat sich die Lebensdauer der Lampen dank der LED-Technik an die Lebensdauer der Autos angenähert. “Das hat zur Folge, dass der Glühbirnenwechsel quasi entfällt”, weiß Entwicklungsleiter Stolk.

Auch das Kurvenlicht ist durch den Einsatz von LEDs weniger anfällig für Fehlfunktionen. Hier gilt die Regel: Desto weniger bewegliche Teile, umso weniger Defekte. Wegen der schnellen Reaktionsfähigkeit der LEDs lassen sie sich zudem gut mit Navigationsgeräten kombinieren. Das heißt, das Licht kann situativ an- bzw. abgeschaltet werden.

Darüber hinaus helfen die LEDs bei der Bewältigung des Megatrends CO2-Ausstoß-Reduzierung. “Dank dieser Technologie sind Einsparungen von ein bis zwei Gramm CO2 pro 100 Kilometer möglich”, erläutert Entwickler Stolk.

Neben den technischen Pluspunkten, sind mit den LEDs ganz neue Stylings möglich. “Der Trend geht zu Firmensignaturen, was das Markenbewusstsein steigern soll”, ist sich Willwohl sicher. Die Kombination von Design und Funktionalität sei immens wichtig für die Premiummarken, ergänzt Stolk.

Im Applikationslabor testen die Entwickler rund um Peter Stolk, Entwicklungsleiter Automotive, wie die Philips Lichtquellen wirken, um so Innovationen den OEMs vorstellen zu können. Denn während früher ein funktionierendes Licht für die Autoindustrie schlicht eine Notwendigkeit war, ist Lichttechnologie heutzutage ein Innovationstreiber. “Das Auslegen der Systeme wird komplexer und das immer wichtigere Styling der Scheinwerfer birgt zusätzliche Herausforderungen”, erklärt Stolk.

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Gabriel Pankow