Renault-Tochter Dacia, hier der Karosseriebau im rumänischen Werk Pitesti, verzeichnete mit plus 60

Renault-Tochter Dacia, hier der Karosseriebau im rumänischen Werk Pitesti, verzeichnete mit plus 60 Prozent auf über 66.000 Einheiten im ersten Quartal 2010 den größten Neuzulassungszuwachs in Europa. - Bild: Renault

Abwrackprämien in zahlreichen Ländern des Kontinents haben auch im März 2010 die europäischen Pkw-Neuzulassungen gestützt. In den 27 EU-Staaten und Island, Liechtenstein, Norwegen sowie der Schweiz (EFTA) stieg ihre Zahl mit fast 1,68 Millionen Pkw laut ACEA, dem europäischen Branchenverband der Automobilhersteller mit Sitz in Brüssel, um 11,1 Prozent, in der EU allein mit 1,637 Millionen Einheiten um 10,8 Prozent gegenüber Vorjahresmonat.

Im ersten Quartal lag das europaweite Absatzplus damit bei plus 9,5 Prozent oder fast 3,8 Millionen Neuwagen.

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Außer in Deutschland konnten in Westeuropa im März alle Märkte zulegen, in Spanien sogar um weit über 60 Prozent, in Irland um über 77 Prozent. Im Westen war auch nach den ersten drei Monaten nur Deutschland im Minus; in Osteuropa blieben Bulgarien, das Baltikum, Finnland, Ungarn, Polen, Rumänien und die Slowakei unter den Zahlen des Vorjahresmonats. das hat sich auch nach dem ersten Quartal nicht geändert.

Pkw-Neuzulassungen in der EU, März 2010 und vergangene zwölf Monate:

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Quelle: ACEA

Pkw-Neuzulassungen im März, Vergleichsdaten:

Quelle: ACEA

Neben Renault-Dacia und Nissan konnten auch PSA, Hyundai/Kia und Jaguar Land Rover besonders stark wachsen und prozentual zweistellige Zunahmen im ersten Quartal 2010 gegnüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnen. Ansonsten wuchsen noch Ford und BMW stärker als der Durchschnitt der Hersteller. Weiteres Wachstum konnten unter den weiteren Herstellern neben dem Volkswagen-Konzern sonst nur noch die Fiat-Gruppe und – gerade noch – GM vermelden.

Die Verkäufe der Hersteller im März 2010 im Überblick:

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Quelle: ACEA

Honda, Chrysler, aber auch Suzuki, Mitsubishi sowie auch Toyota und Daimler gehören zu den Absatzverlierern nach Markengruppen in den ersten drei Monaten 2010 in Europa. Saab vermeldete in dieser Zeit als Einzelmarke den höchsten Absatzeinbruch mit gut 57 Prozent Minus auf nur noch knapp 4.000 verkaufte Einheiten, Dacia ist die Einzelmarke mit dem prozentual höchsten Zuwachs um fast 60 Prozent auf über 66.000 Einheiten im ersten Quartal. Allein im März belief sich das Plus der rumänischen Marke auf über 61 Prozent oder über 31.000 Fahrzeuge. Im März konnten auch Land Rover mit über 53 Prozent oder 12.900 Einheiten sowie Nissan mit über 40 Prozent ein Plus melden, den drittgrößten prozentualen Zuwachs in dem Monat. Die Japaner verkauften im März mehr als 43.000 Autos.

Absolut gesehen konnte die Markengruppe Renault-Dacia um rund 41.000 auf  165.000 Einheiten im März, und um rund 110.000 Autos gegenüber 2009 auf nun mehr als 390.000 Autos im ersten Quartal in Europa zulegen, der Marktanteil stieg in der Folge von 8,2 auf nun 10,4 Prozent, die Gruppe liegt damit wider an vierter Position hinter Volkswagen, PSA und Ford, und wieder vor Fiat und GM.