Quelle: ACEA, EU 27, ohne Malta und Zypern

Quelle: ACEA, EU 27, ohne Malta und Zypern

Die Autoverkäufe in Europa sind im September den sechsten Monat in Folge gesunken. Wie der Verband der Europäischen Autohersteller (ACEA) in Brüssel mitteilte, verringerte sich die Zahl der verkauften Neuwagen in den 27 Staaten der Europäischen Union (EU) um 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,228 Millionen Fahrzeuge. Zusammen mit den Pkw-Verkäufen in Island, Norwegen und der Schweiz (EFTA) ergab sich den Angaben zufolge ein Rückgang um 9,2 Prozent auf 1,262 Millionen Fahrzeuge.

Auch im September 2010 sind die Autoverkäufe in Europa weiter auf Talfahrt. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich die Zahl verkaufter Neuwagen in den 27 EU-Staaten um 9,6 Prozent auf 1,228 Millionen Einheiten. Dies ist der sechste Monat in Folge. In Gesamteuropa inklusive der Efta-Staaten belief sich das Minus zeitgleich auf 9,2 Prozent und 1,262 Millionen Pkw.

Pkw-Neuzulassungen in der EU, September 2010 und vergangene zwölf Monate:

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Quelle: ACEA, EU 27, ohne Malta und Zypern

In den ersten drei Quartalen erreicht das Minus für Gesamteuropa nur 3,7 Prozent auf 10,6 Millionen Autos, in der EU mit rund 10,3 Millionen Pkw aber 4,3 Prozent. Das lag daran, dass auch in den ersten neun Monaten des Jahres der Autoabsatz in Island, Norwegen und der Schweiz zulegte.

Im September wurden Absatzrückgänge auf allen großen Märkten verzeichnet: Am stärksten gingen dabei die Neuzulassungen in Spanien zurück (minus 27,3 Prozent), gefolgt von Deutschland (minus 17,8 Prozent), Italien (minus 18,9 Prozent), Großbritannien (minus 8,9 Prozent) und Frankreich (minus 8,2 Prozent). Den stärksten Einbruch innerhalb der EU verzeichnete mit einem Minus von 49,9 Prozent der Automarkt Griechenlands. Besonders starke Zuwächse wurde hingegen in Irland (plus 93,9 Prozent) und Lettland (plus 79,6 Prozent) registriert, was ACEA zufolge an der niedrigen Vergleichsbasis im Vorjahr lag.

Die stärksten Rückgänge im bisherigen Jahresverlauf 2010 gab es in Bulgarien, Griechenland, Ungarn, gefolgt von Rumänien, der Slowakei und Deutschland. Den höchsten Zuwachs hat Irland erzielt.

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Pkw-Neuzulassungen im September, Vergleichsdaten:

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Quelle: ACEA

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Die Verkäufe der Hersteller im und bis Ende September 2010 im Überblick:

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Quelle: ACEA

Europas größter Autobauer, die Volkswagen-Gruppe, verkaufte im September in Europa (EU+EFTA) 4,3 Prozent weniger Golf, Audi, Skoda und Co. PSA lag mit knapp 154.000 Autos 6,6 Prozent unter dem September 2009, Renault mit knapp 109.000 Einheiten sogar um 8,7 Prozent zurück. Auch GM, Ford und die Fiat-Gruppe verloren deutlich, teils prozentual sogar zweistellig. Erst die BMW-Gruppe setzte dagegen europaweit mit plus 0,4 Prozent wieder mehr Neuwagen ab, beim Konkurrenten Daimler legte der Autoabsatz sogar um 6,2 Prozent zu.

Deutlich mehr Kunden konnte Mitsubishi verzeichnen: Bei dem japanischen Hersteller stiegen die Autoverkäufe im September um 38,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nach neun Monaten können sich in Europa beim Pkw-Absatz nur noch die Marken  Land Rover, Nissan, Volvo, Renault/Dacia, Hyundai/Kia, BMW, PSA und Audi über ein Absatzplus freuen. Unter den Marken-Gruppen sind neben Jaguar/Land Rover, Nissan, Volvo, Renault/Dacia, BMW/Mini und PSA Peugeot Citroën im positiven Bereich.

gw/mit Material von ACEA und Dow Jones Newswires